Mitwitz

Ein Spielplatz im Schlossgarten?

In Mitwitz hatten die Räte viele Themen.
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Ein Spielplatz im Schlossgarten stand in der Gemeinderatssitzung zur Diskussion. Foto: Archiv
Ein Spielplatz im Schlossgarten stand in der Gemeinderatssitzung zur Diskussion. Foto: Archiv

In Mitwitz sollen die Gemeindeflächen ökologisch aufgewertet werden. Alexander Ulmer, der Geschäftsstellenleiter des Landesbundes für Vogelschutz in Coburg, informierte die Gemeinderäte über geplante Maßnahmen. Auch bei anderen Punkten entwickelte sich viel Diskussionsbedarf während der Sitzung. Es waren nicht nur Blühwiesen oder Hecken, die man an den unterschiedlichsten Ecken und Orten schaffen wollte, sondern es gab auch ein paar sehr innovative Ansätze. Eine Auwaldpflanzung an der Stierwiese zum Beispiel oder ein kaskadenförmiges Kleingewässer in Lochleithen. In Steinach an der Steinach möchte man das Grundstück "An der Wolfsgrube" wieder einer Nutzung zuführen und die Ideen dazu ließen viel Spielraum für fantastische Projekte. Nachhaltigkeit war das Schlagwort, dem auch die Gemeinderäte viel abgewinnen konnten. Man müsse nicht ständig mähen, mulchen oder beschneiden, man könne manche Dinge auch einmal nur wachsen lassen, sofern dadurch nichts und niemand beeinträchtigt würde. Insgesamt wurden elf geplante Projekte vorgestellt und Edith Memmel (Die Grünen) regte an, die Maßnahmen zu beschildern, denn sonst heiße es wieder, sind die zu faul zum Mähen.

Zum wiederholten Male stand der Kindergarten auf der Tagesordnung. Hier wurde eine Bedarfsnotwendigkeit erkannt und der Beschluss gefasst, zusätzlich zehn Kindergartenplätze und zwölf Kinderkrippenplätze zu schaffen. Am Ende solle er Platz bieten für 115 Kinder.

Ein Antrag auf das Anlegen eines Spielplatzes war vom CSU-Ortsverband eingegangen. Auch hier entspann sich eine größere Diskussion - und zwar über den Standort. Während die CSU-Fraktion die sogenannte "Fischer-Brache" (Gelände des ehemaligen Fischer-Betriebs) favorisierte, wollte Martin Heidenbluth (FWG) die Option Schlosspark prüfen lassen. Hier verwies Bürgermeister Hans-Peter Laschka darauf, dass man dieses Gelände nur für zehn Jahre zur Verfügung habe, danach laufe der Pachtvertrag aus. Angedacht wurden beispielsweise ein Wasserspielplatz, oder vielleicht sogar ein Mehrgenerationenspielplatz mit Einkehrmöglichkeit und Toiletten. "Aber auf keinen Fall soll es einer sein mit langweiligen Geräten, die eh schon jede Familie mit Kindern in ihrem Vorgarten stehen hat", fasste Edith Memmel die Diskussion zusammen. Die Optionen des Standortes will man jetzt prüfen und eine Anfrage ans Wasserwirtschaftsamt stellen.

Straße sorgt für Empörung

Eine Verschiebung der Gemeindegrenzen brachte die Flurneuordnung und die Dorferneuerung in Neundorf-Schwärzdorf mit sich. Hier ergibt sich künftig für den Markt Mitwitz eine Flächenmehrung von 0,6789 Hektar. Eine Umwidmung der KC 14 im Abschnitt 100 (Neundorf/Schwärzdorf) und eine Umstufung zur Gemeindeverbindungsstraße zauberte keine zufriedenen Gesichter. In einem schlechten Zustand sei die bisherige Kreisstraße und bevor man sie "in Besitz nehme", solle sie zumindest eine akzeptable Beschaffenheit erhalten.

Im Baugebiet "Herrschaftsstücke 2" wurde die Straßenbeleuchtung vergeben und die Beschaffung der Leuchten, die in warm-weißem Licht erstrahlen sollen, kommt dem Markt Mitwitz auf etwa 35 000 Euro. Eine Förderung von 10 000 Euro im Rahmen der Gebäudevitalisierung bekommt Franz Blaufuß aus Mitwitz für die Sanierung des Anwesens in der Ludwig-Freiherr-von-Würtzburg-Straße 2. Es handele sich hier um ein ortsprägendes Gebäude, in dem neuer Wohnraum geschaffen worden war.

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