Untersteinach

Ein Ort in Trümmern

Sturmtief "Fabienne" hinterließ Ende September im Burgwindheimer Gemeindeteil Untersteinach eine Spur der Verwüstung.
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In Untersteinach sah es aus nach einem Bombeneinschlag. Foto: Anette Schreiber
In Untersteinach sah es aus nach einem Bombeneinschlag. Foto: Anette Schreiber
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Anette Schreiber Eigentlich grenzt es an ein Wunder, dass an jenem 23. September in Untersteinach kein Mensch zu Schaden gekommen war: Sturmtief "Fabienne" ließ in dem Burgwindheimer Gemeindeteil fast kein Anwesen unbeschädigt. Sonntagabend waren glücklicherweise keine Menschen draußen unterwegs und diejenigen in den Gebäuden hatten sich in Häusern aufgehalten, die nicht betroffen waren. Untersteinach war für Stunden komplett von der Außenwelt abgeschnitten, weil der Sturm auch Strommasten gekappt hatte. Ein Todesopfer gab es jedoch in Ebrach zu beklagen.

Sturm "Fabienne" hat für Sachschäden in Höhe von Hunderttausenden von Euro gesorgt. Das Anwesen von Bürgermeister Heinrich Thaler mit vielen Einzelgebäuden hat es am schwersten getroffen, keines der Dächer war heil geblieben. Den gepflegten und stets auf Stand gehaltenen Hof wird er in der bisherigen Form nicht wieder so aufbauen können. Die am Ort befindliche Kunststofftechnik Firma Stettler hatte zu der Zeit des Sturms noch nicht gearbeitet, konnte auch die Nachtschicht nicht fahren. Sie spendete den Sturmopfern zusammen mit dem Mutterkonzern Gira insgesamt 100 000 Euro an Hilfsgeldern. Die Gemeinde Burgwindheim hat ihrerseits einen Hilfsfonds eingerichtet.

Während im Ort selbst Dächer nach und nach wieder gerichtet werden, sind in der Natur die Schäden wohl noch lange sichtbar. Viele Lücken sind im Forst zu sehen. Etliches an Holz musste von Privatbesitzern und Forstbetrieb Ebrach vor der Zeit aufgearbeitet werden. Die Wälder ab Ebrach waren wegen der herumliegenden Bäume und der Gefahr von abbrechen Ästen für Spaziergänger gesperrt.

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