Ludwigsstadt

Ein Leitfaden für gutes Bauen

Stadtplaner Franz Ulrich stellte eine Gestaltungsfibel für Ludwigsstadt vor. Sie soll bei Baumaßnahmen und Sanierungen Orientierung geben. Für die Parkscheune in Lauenstein lag dem Stadtrat die Entwurfsplanung vor.
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Der Marktplatz in Ludwigsstadt. Die Gestaltungsfibel soll zum Erhalt des Stadtbildes beitragen.  Foto: plan&werk Büro für Städtebau und Architektur
Der Marktplatz in Ludwigsstadt. Die Gestaltungsfibel soll zum Erhalt des Stadtbildes beitragen. Foto: plan&werk Büro für Städtebau und Architektur

Veronika Schadeck Die Stadt Ludwigsstadt will eine Gestaltungsfibel einführen. Das über 80 Seiten umfassende Werk soll ein Leitfaden für eine gute Baugestaltung sein. Sie soll den Bauwilligen bei Sanierungen und Baumaßnahmen Orientierung geben. Am Mittwochabend wurde die Gestaltungsfibel in der Bauausschusssitzung vom Stadtplaner Franz Ulrich vorgestellt.

Inhaltlich wurden dabei Kriterien wie das Stadtbild als Ganzes, die Freiräume und die Bauweise der Häuser unter die Lupe genommen. Bürgermeister Timo Ehrhardt wies darauf hin, dass die Gewährung eines Zuschusses aus dem kommunalen Förderprogramm innerhalb der Stadtsanierungsgebiete von der Einhaltung der Empfehlungen, die in der Gestaltungsfibel verankert sind, abhängig sei. Für sonstige Maßnahmen soll die Fibel ein Leitfaden für die Baugestaltung sein.

Weiterhin wurde auch an einer Neufassung der aus Anfang der 90er Jahre stammenden Gestaltungssatzung gearbeitet. Die bisherige, so der Bürgermeister, konnte in der Vergangenheit kaum eingefordert werden. Vor allem hinsichtlich der Dachform seien eine Vielzahl von Abweichungen genehmigt worden.

Vorgestellt wurde die Entwurfsplanung für die Parkscheune in Lauenstein von Julian Schmidt vom Architekturbüro Müller. Die Entwurfsplanung sei weiter auf Basis der Tragwerksplanung und städtebaulichen Abstimmung mit Franz Ulrich konkretisiert worden, meinte Schmidt. Ehrhardt erklärte, dass für zwölf von 14 Pkw-Stellplätzen und für acht von acht Wohnmobilstellplätzen bereits unterzeichnete Fünf-Jahres-Mitverträge vorliegen. "Der Bedarf ist somit unstrittig und durch die Vermietungen gesichert." Schmidt sprach von Kosten in Höhe von 1,34 Millionen Euro. Durch die Regierung von Oberfranken sei eine Förderung im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern mit einem Fördersatz von 90 Prozent in Aussicht gestellt worden. Schmidt sprach von einer geplanten Bauphase zwischen September 2019 und Mai 2020.

Einverstanden zeigte sich das Gremium mit der Errichtung einer neuen Straßenbeleuchtung für die Zufahrt zum öffentlichen Parkplatz am Schützenplatz in Ludwigsstadt. Die mit dem Bayernwerk abgestimmte Verbesserung kostet 3709 Euro.

Neu geleast wird ein VW-Transporter als Ersatzbeschaffung. Die Leasingrate beträgt 275 Euro. Angeschafft werden soll für die Feuerwehr Ludwigsstadt eine Drohne. Wie Ehrhardt erläuterte, soll diese von Mitgliedern des Modell-Flug-Sport Clubs Ludwigsstadt gesteuert werden. Diese Anschaffung sei sinnvoll, da eine Drohne beispielsweise bei Personensuche, Entdeckung von Glutnestern etc. eingesetzt werden könne. Die Stadt übernimmt mit 2500 Euro die Hälfte der anfallenden Kosten.

Neuer Zaun für den Friedhof

Ein Thema waren auch die Baumaßnahmen im Friedhof in Ludwigsstadt. So soll in diesem Jahr der alte Maschendrahtzaun ersetzt und ein neuer Doppelstabmattenzaun errichtet werden, zunächst nur im oberen Bereich bis zu dem vorhandenen Metalltor. In den Folgejahren will man diesen sukzessive für den gesamten Friedhof anbringen. Durch einen intakten Zaun entstünden der Stadt weniger Unterhaltskosten und das Eindringen von Wild würde verhindert, so Ehrhardt.

Teilweise defekt sind die Treppenanlagen. Durch die Verkleinerung des Areals können die oberen beiden Treppen entfernt werden und ein Weg geschaffen werden. Hierfür soll der Bauhofleiter Claus Lindig Angebote einholen. Angesprochen wurde weiter das Straßensanierungskonzept. Im Ludwigsstädter Straßennetz ist ein erheblicher Sanierungsstau vorhanden. Nun will man eine Priorisierung der Straßen in Bezug auf ihre Verkehrsbedeutung vornehmen. Außerdem soll der Zustand der Wasserleitungen bewertet werden. Das Gremium folgte dem Vorschlag des Bürgermeisters, dass die Straßen, in denen die Sanierung von Wasserleitungen beziehungsweise Kanal bevorstehen und die nach den RZWas-Richtlinien gefördert werden können, zuerst in Angriff genommen werden. Vorrangig wurden nun die Straßen "Am Bühl" und die "Flurstraße" ausgewählt.

Um eine straßenbauliche Abrundung im Bereich Springelhof in Lauenstein zu erreichen, sollen die beiden Stichstraßen asphaltiert werden.

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