Stockheim
stockheim.infranken.de  Die Gemeinde Stockheim zeichnete sieben verdiente Bürger mit der Ehrenmedaille aus.

Ein Leben für die Allgemeinheit

In einer Feierstunde im Rathaus verlieh Bürgermeister Rainer Detsch an sieben Persönlichkeiten die Ehrenmedaille der Gemeinde Stockheim. Sie wurden für ihr verdienstvolles ehrenamtliches Engagement au...
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Bürgermeister Rainer Detsch (links) verlieh die Ehrenmedaille der Gemeinde Stockheim an (nach rechts) Franz Kestel, Willi Bischoff, Veronika Buckreus, Adelbert Förtsch, Gerhard Ramming, Edgar Daum und Rainer Kraus.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Bürgermeister Rainer Detsch (links) verlieh die Ehrenmedaille der Gemeinde Stockheim an (nach rechts) Franz Kestel, Willi Bischoff, Veronika Buckreus, Adelbert Förtsch, Gerhard Ramming, Edgar Daum und Rainer Kraus. Foto: Karl-Heinz Hofmann
In einer Feierstunde im Rathaus verlieh Bürgermeister Rainer Detsch an sieben Persönlichkeiten die Ehrenmedaille der Gemeinde Stockheim. Sie wurden für ihr verdienstvolles ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. "Es gibt Menschen, die sind einfach da - wie selbstverständlich. Den wahren Wert dieser Menschen erkennen wir manchmal erst, wenn sich durch ihr Fehlen eine Lücke auftut.", hob Detsch hervor.
Das Ehrenamt nannte der Bürgermeister den Wärmestrom der Gesellschaft. "Bürgerschaftliches Engagement gestaltet und bereichert unser gesamtes öffentliches Leben, dies zu würdigen ist der Gemeinde Stockheim ein besonderes Anliegen", sagte er.
Willi Bischoff aus Burggrub sei "ein Heimatforscher und Friedensstifter". Mit Publikationen über Dorf und Kirche habe er einen wertvollen historischen Beitrag für zukünftige Generationen geleistet. Seit vielen Jahren dokumentiere er die Geschichte rund um Burggrub. 38 Jahre sei er zudem Vereinschronist beim 1. FC Burggrub gewesen, 18 Jahre habe er dem Gemeinderat Stockheim und dem Kirchenvorstand angehört. "Ein besonderer Schwerpunkt seines vielseitigen ehrenamtlichen Engagements lag in der Planung, dem Bau und der Pflege der Grenz- und Friedenskapelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze", betonte Detsch.
Veronika Buckreus aus Reitsch werde respektvoll auch als "kleiner Pfarrer von Reitsch" bezeichnet. Seit Jahrzehnten wirke sie segensreich in der Kirchengemeinde Reitsch, über 20 Jahre sei sie Mitglied im Pfarrgemeinderat gewesen. "Seit 18 Jahren ist sie Kirchenpflegerin und kümmert sich um alle Belange rund um das Reitscher Gotteshaus und den Friedhof", so der Bürgermeister. Als Lektorin und Kommunionhelferin bereite sie seit vielen Jahren junge Menschen auf die Erstkommunion vor. Daneben helfe Veronika Buckreus bei allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen.
Edgar Daum nannte Detsch "das grüne Gewissen von Neukenroth". Seit 1959 sei er Mitglied im Obst- und Gartenbauverein, 30 Jahre habe er als Vorsitzender dessen Geschicke geleitet. In seiner Amtszeit sei die Kelterei gebaut wurden. "1984 wurde unter seiner Federführung die Ortsdurchfahrt entlang der B 85 mit 18 Bäumen und 640 Sträuchern begrünt." Daum sei Mitbegründer der "Forscher- Kids" und auch sonst stark im Dorfgeschehen verwurzelt. So sei er förderndes Mitglied im Musikverein, im Radfahrverein, bei der Feuerwehr und im Theaterverein "Frohsinn".
Mit Adelbert Förtsch zeichnete Detsch "eine prägende Persönlichkeit der Dorfgemeinschaft Haig" aus. 25 Jahre habe er beim FC Wacker Nachwuchsmannschaften trainiert und betreut, zehn Jahre sei er Altligaspielleiter und 16 Jahre Zweiter Vorsitzender des Fußballvereins gewesen. Seit 2001 sei er zudem Kirchenpfleger. Die Sanierung des Kirchplatzes, die Orgelüberholung, Sanierungsmaßnahmen am Gotteshaus sowie der Neubau der Sakristei hätten viel Zeit in Anspruch genommen. "Unter seiner Federführung wurde das Kirchentaxi eingeführt, das heute noch gut angenommen wird", lobte der Laudator. Auch als Feuerwehrmann, Sänger und langjähriges Mitglied der KAB bringe er sich für das Wohl der Allgemeinheit ein.
Franz Kestel sei "ein Kirchenmann und Vereinsmensch", fuhr das Gemeindeoberhaupt fort. Er habe sich große Verdienste um den Bau der St.-Johannes-Kirche in Haßlach erworben.1968 sei er Gründungsmitglied des Kirchenbauvereins Haßlach und bis 1982 federführend in der Vorstandschaft tätig gewesen. Detsch lobte auch die Arbeit Kestels in der Kirchenstiftung sowie als Kirchenpfleger, Mesner und Lektor. "Unter seiner Leitung wurde der Bau des Gemeinschaftsraumes begonnen, dessen Einweihung 1995 erfolgte." Seit 2008 organisiere er den Mähtrupp und Winterdienst für Kirche und Kindergarten. Auch die Feuerwehr und der Fußballverein Teutonia könnten stets auf ihn zählen.
Rainer Kraus nannte der Redner "einen Organisationsprofi im Ehrenamt". Als Unternehmensberater habe er vielen jungen Menschen seine Erfahrungen mit auf den Weg geben können. Im Refa-Verband habe sich Kraus international einen Namen gemacht. Mittlerweile fungiere er als bayerischer Refa-Senator. In die Dorfgemeinschaft Stockheim bringe er sich mit seiner Organisations- und Führungskompetenz seit Jahrzehnten engagiert ein. In vielen Funktionen sei er im TSV engagiert gewesen. "Tennisanlage und portheim entstanden unter seiner Regie", lobte er den früheren TSV-Vorsitzenden.
Gerhard Ramming sei "ein Kaufmann mit grünem Daumen", der sich im kirchlichen und kommunalpolitischen Bereich sowie in zahlreichen Stockheimer Vereinen engagiere und somit einen wichtigen Beitrag für ein gut funktionierendes Gemeinwesen leiste. 18 Jahre sei er er im Kirchenrat der Pfarrei St. Wolfgang tätig gewesen, zwölf Jahre im Gemeinderat. Seit 1998 leite Ramming mit viel Herzblut den Obst- und Gartenbauverein Stockheim-Wolfersdorf. Die Jugendgruppe "Naturkids" sei in seiner Amtszeit ins Leben gerufen worden. "Er setzt sich engagiert für die Gestaltung öffentlicher Plätze und Grünflächen ein", schloss Detsch.
Die Feierstunde wurde durch ein Querflötenensemble der Bergmannskapelle mit Miriam Baierlipp, Ann-Kathrin Greser, Karin Neubauer und Isabell Zipfel umrahmt. eh
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