Oberhaid

Ein "kraftvoller" Haushalt

Oberhaid hat gut gewirtschaftet, eine Kreditaufnahme ist nicht notwendig.
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Durchweg positive Resonanz erfuhr die Vorstellung des Haushalts 2019 durch Nadja Göhl von der Geschäftsleitung der Gemeinde Oberhaid in Vertretung des erkrankten Kämmerers. Als kraftvoll und zukunftsorientiert bezeichnete auch der Oberhaider Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) den Rekordhaushalt, der im Verwaltungshaushalt mit 9 798 726 Euro und im Vermögenshaushalt mit 4 348 682 Euro abschließt. Dies entspricht zum Beispiel einer Steigerung seit 2014 um gut 3,8 Millionen Euro. Die Erhöhung sei, so Joneitis, auf die rapide gestiegenen Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung, aber auch durch den Umbau der Mühle und die Kanalsanierung in Staffelbach verursacht.

Das Haushaltsjahr 2019 ist durch einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt geprägt. Die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt beträgt 1 623 087 Euro. Wichtigste Einnahmequellen sind die Gewerbesteuer, die binnen Jahresfrist von 1,1 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro stieg und die Einkommensteuer, die um 160 000 Euro auf nunmehr 2 380 000 Euro zulegte. So können die Schulden der Gemeinde Oberhaid kontinuierlich zurückgefahren werden. Der Schuldenstand sank von 1 209 392 Euro im Jahr 2014 auf nunmehr 862 467 Euro in diesem Jahr, so dass zum ersten keine Kreditaufnahme notwendig sein wird und der Haushalt genehmigungsfrei ist.

Verschuldung im Sinkflug

Im Sinkflug auch die Pro-Kopf-Verschuldung: Bei einer Einwohnerzahl von 4608 beträgt diese zum Jahresende noch 169 Euro, im Landkreis Bamberg lag diese Ende 2017 bei 326 Euro, bei vergleichbaren Gemeinden in Bayern gar bei 603 Euro.

Die dicksten Brocken bei den Investitionen im Jahr 2019 sind die Anschaffung eines Feuerwehrautos und einer Photovoltaikanlage für die FW Oberhaid mit 470 000 Euro, Arbeiten an der Grund- und Mittelschule mit der Fortführung energetischen Sanierung der kleinen Turnhalle und der Digitalisierung der Schule mit 417 000 Euro, dem Kinderkrippenanbau an der Kindertagesstätte Maria Hilf und dem Kindergarten Regenbogen mit 1,25 Million Euro, der Sanierung der Mühle mit 688 00 Euro sowie der Kanalsanierung Staffelbach mit der Teilsanierung der Kläranlage mit gut einer Million Euro. So stimmte der Gemeinderat am Ende sowohl der Haushaltssatzung 2019 als auch dem Finanzplan zur Haushaltssatzung einstimmig zu.

Nicht sonderlich erfreut werden die Oberhaider Bürger jedoch über eine notwendige Erhöhung der Abwassergebühren sein, die kostendeckend sein müssen. Da jedoch im Jahr 2018 ein Defizit von 56 423 Euro und im Jahr 2019 von 125 000 Euro zu erwarten ist, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Abwassergebühren rückwirkend zum 1. Januar 2019 von derzeit 2,46 Euro auf 2,76 Euro/cbm zu erhöhen. Die Grundgebühr für Wasseruhren verbleibt bei 40 Euro im Jahr. Moderat so die jährlichen Mehrkosten, die sich bei Einpersonenhaushalten auf rund zwölf Euro und Familien mit vier bis fünf Personen und einem Durchschnittsverbrauch von 120 cbm auf rund 36 Euro belaufen.

Als gute Idee empfand der Gemeinderat auch den Vorschlag der Verwaltung, die Schulstraße von der Mittelstraße bis zur Sandhoferstraße als Spielstraße umzuwidmen. Eine Beschilderung soll die Autofahrer zur Schrittgeschwindigkeit animieren. Die Verwaltung wurde beauftragt, die entsprechenden verkehrsrechtlichen Anordnungen zu erlassen.

Strom sparen will die Gemeinde auch bei der Umstellung der Ortsbeleuchtung Staffelbach auf LED-Technik. Die Kosten hierfür betragen 15 550 Euro.

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