Oberschwappach

Ein Klangzauber zur Eröffnung

Das Bamberger Streichquartett startete mit dem Pianisten Erwin Stein in die neue Konzertsaison in Oberschwappach.
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Mit dem Bamberger Streichquartett, besetzt mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, Karlheinz Busch und Branko Kabadaic (von links), musizierte der Pianist Erwin Stein zur Spielzeiteröffnung in Schloss Oberschwappach.  Foto: Christiane Reuther
Mit dem Bamberger Streichquartett, besetzt mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, Karlheinz Busch und Branko Kabadaic (von links), musizierte der Pianist Erwin Stein zur Spielzeiteröffnung in Schloss Oberschwappach. Foto: Christiane Reuther

Das Klavier stand bei den drei Herbstkonzerten im Spiegelsaal von Schloss Oberschwappach am Samstag und Sonntag im Mittelpunkt. Gleichzeitig wurde mit der musikalischen Veranstaltung die neue Spielzeit auf Schloss Oberschwappach eröffnet. Als Gast beeindruckte der Pianist Erwin Stein, langjähriger Dozent für Klavier an der Musikhochschule München. Gemeinsam mit den Musikern des Bamberger Streichquartetts, besetzt mit Raúl Teo Arias, Andreas Lucke, Branko Kabadaic und Karlheinz Busch, erklang Musik für Streicher und Klavier.

Busch führte wie immer mit einem fundierten Wissen äußerst launig durch das musikalische Programm. Lang anhaltender Applaus war der Dank eines begeisterten Publikums.

Den Auftakt machte das Klaviertrio G-Dur von Joseph Haydn. Andreas Lucke spielte hier den Violinpart und überzeugte vom ersten Ton an. Perfekte Technik, Klangpoesie und musikalische Intelligenz zeichnen ihn aus. Der Finalsatz "All´ Ongarese" wirbelte presto quasi mit "ungarischem Paprika" durch den ausverkauften Spiegelsaal des Schlosses.

Erwin Stein brillierte dann als Solist im folgenden Klavierkonzert A-Dur KV 414 von Wolfgang Amadeus Mozart. Sein feiner Anschlag und seine natürliche Musikalität zeichnen ihn als profunden Mozartspieler aus.

Das Klavierkonzert entstand zusammen mit dem elften und 13. Klavierkonzert im Herbst des Jahres 1782. Die Begleitung, nur mit einem Streichquartett, stammt von Mozart selbst. Sensibel und klangschön begleiteten die Musiker aus Bamberg das Klavierspiel.

Der klangliche Höhepunkt des Konzerts war das Klavierquintett Es-Dur op. 44 von Robert Schumann. Der große Romantiker vermochte in diesem Meisterwerk, Klangfarben, Affekte und das rhythmische Feuer zu einem prägnanten Ganzen zu bündeln, worauf Busch zuvor in seiner Moderation hingewiesen hatte. Der Pianist Erwin Stein überzeugte grandios als Kenner des romantischen Fachs.

Mit Temperament

Das Bamberger Streichquartett spielte mit großer Hingabe und Temperament. Eine Bachzugabe schloss das Herbstkonzert im Schloss ab.

Für die drei Neujahrskonzerte am Sonntag, 5. Januar, um 18 Uhr sowie am Montag, 6. Januar (Dreikönig), um 11 Uhr und um 18 Uhr mit dem Motto "Von der Wiener Klassik zum Wiener Walzer" gibt es noch Restkarten bei Organisator Julian Roth; er ist wie folgt erreichbar: Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 9 Uhr (Ruf 09529/950562 oder E-Mail roth-Julian@web.de). cr

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