Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de  92 Schüler haben sich beim Freiwilligen Sozialen Schuljahr engagiert. Die Tendenz ist allerdings rückläufig.

Ein Jahr Woche für Woche angestrengt

Bei der Abschlussveranstaltung des vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels bereits zum elften Mal organisierten Freiwilligen Sozialen Schuljahres durften 92 Schüler im Festsaal des Stadtschlo...
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92 Schüler hatten sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres mindestens 60 Stunden ehrenamtlich engagiert und durften dafür im Beisein von Projektleiterin Eva Müller sowie Kreisjugendamtsleiter Stefan Hahn, der Leiterin der sozialen Caritas-Beratungsstelle, Beate Ehl, Bürgermeister Andreas Hügerich, dem Geschäftsführer des Kreiscaritasverbandes Thomas Geldner, Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und Dekan Lars Rebhan (hinten von links) Urkunde und Zeugnis entgegennehmen.  F...
92 Schüler hatten sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres mindestens 60 Stunden ehrenamtlich engagiert und durften dafür im Beisein von Projektleiterin Eva Müller sowie Kreisjugendamtsleiter Stefan Hahn, der Leiterin der sozialen Caritas-Beratungsstelle, Beate Ehl, Bürgermeister Andreas Hügerich, dem Geschäftsführer des Kreiscaritasverbandes Thomas Geldner, Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und Dekan Lars Rebhan (hinten von links) Urkunde und Zeugnis entgegennehmen. Foto: Alfred Thieret

Bei der Abschlussveranstaltung des vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels bereits zum elften Mal organisierten Freiwilligen Sozialen Schuljahres durften 92 Schüler im Festsaal des Stadtschlosses ein Zeugnis und eine Urkunde in Empfang nehmen.

Die Projektleiterin, Diplom-Sozialpädagogin Eva Müller, dankte den jungen Teilnehmern im Alter von 14 bis 16 Jahren für ihr Engagement. Einige Schüler hätten mit bis zu 170 Stunden sogar wesentlich mehr als die geforderten 60 Stunden geleistet. Nur wenige Jugendliche hätten diese Stundenzahl nicht erreicht, sie könnten aber die fehlenden Stunden noch im Juli und August nachholen.

Herzog-Otto-Mittelschule vorne

Wie schon in den letzten Jahren kommen auch diesmal die meisten Absolventen des Freiwilligen Sozialen Schuljahres aus lediglich vier Schulen, nämlich von der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels (27), der Viktor-von-Scheffel-Realschule Bad Staffelstein (23), dem Meranier-Gymnasium Lichtenfels (22) und dem Gymnasium Burgkunstadt (10), die restlichen zehn Schüler verteilen sich auf vier Schulen. Die Schüler hätten sich ein Jahr lang angestrengt und Woche für Woche einige ehrenamtliche Stunden in den verschiedensten Einrichtungen wie Altenheimen, Kindergärten, Sportvereinen, bei der Feuerwehr, Wasserwacht oder im Tierheim absolviert.

Der Geschäftsführer des Kreiscaritasverbandes, Thomas Geldner, bedankte sich bei den Schülern für ihren selbstlosen Einsatz. Die Schüler hätten dabei wertvolle Einblicke in ganz unterschiedliche Einrichtungen bekommen und durch diese Eindrücke viel für ihr Leben lernen und vielleicht auch Anregungen für ihre Berufswahl mitnehmen können.

Stefan Hahn, der Jugendamtsleiter des Landratsamtes, stellte besonders heraus, dass angesichts oft negativer Meldungen über Jugendliche in den Medien im Hinblick auf Jugendkriminalität es besonders erfreulich sei, wenn Jugendliche ein positives Beispiel geben und sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen.

Schule und Ehrenamt verknüpft

Durch ihren Einsatz für gemeinnützige Organisationen hätten sie Verantwortungsbewusstsein bewiesen und in vielen Fällen durch ihr Engagement in den Vereinen Schule und Ehrenamt miteinander verknüpft.

Bürgermeister Andreas Hügerich bedankte sich bei der Caritas für die Organisation des Freiwilligen Sozialen Jahres und bei den beteiligten Schülern, die sich ein Jahr lang in den verschiedensten Einrichtungen für ihre Mitmenschen eingesetzt hätten. "Wir brauchen Menschen wie euch in einer funktionierenden Gesellschaft und Demokratie", rief ihnen der Bürgermeister anerkennend zu.

Es sei ein unverzichtbarer Auftrag der Schule, die Schüler auf das Ehrenamt vorzubereiten und ihnen Werte zu vermitteln, betonte Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker. Zur Umsetzung brauche man eine Einrichtung wie die Caritas. Durch ihren Einsatz in den verschiedenen Einrichtungen könnten die Schüler soziale Kompetenzen erwerben und einen Beitrag zu einer wertebewussten Gesellschaft leisten.

Zum Schluss nahmen die Schüler die Zeugnisse und Urkunden entgegen. Diese Urkunden können bei einer späteren Bewerbung für eine Arbeitsstelle von großem Nutzen sein. Die Abschlussfeier umrahmten eindrucksvoll die "Elevator Girls" sowie der Schulchor des Meranier-Gymnasiums unter der Leitung von Johanna Kästner.

Allerdings ist die Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Schuljahr ziemlich rückläufig, da sich viele Schulen an der Maßnahme nicht beteiligen. thi

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