Bamberg
Aufgegabelt

Ein "Hurraua" am Blühstreifen

Markus Klein UNd Michael Memmel Bienen sind spätestens seit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" in aller Munde - Gott sei Dank nur sprichwörlich! Wortwörtlich zwischen seinen Fingernägeln hält Klaus...
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Markus Klein UNd Michael Memmel Bienen sind spätestens seit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" in aller Munde - Gott sei Dank nur sprichwörlich! Wortwörtlich zwischen seinen Fingernägeln hält Klaus Weber ein prächtiges gelb-schwarzes Exemplar, während der Experte erklärt, was er und zwei Mitstreiter aktuell zum Beispiel am Berliner Ring treiben: Sie untersuchen, ob die - dank schonenden Mähens - vielfältige Flora entlang der Straßenränder auch eine Vielfalt der Insektenwelt nach sich zieht. Aber er fixiert äußerst vorsichtig nicht irgendeine Biene, sondern "Halictus scabiosae", eine Gelbbindige Furchenbiene, ihres Zeichens die Wildbiene des Jahres 2018 - und durchaus für ihre Stichfreudigkeit bekannt.

Wird man als Experte nicht gestochen? "Oh doch", lacht Weber. "Vor allem die Schmalbienen stechen sehr schnell. Aber da weiß ich dann sicher: Das ist genau diese Art. Die Stiche haben einen ganz eigenen Schmerzcharakter." Und das ist für Weber auch ein Grund zur Freude. Denn die Schmalbiene, zu deren Familie eben auch die Gelbbindige Furchenbiene zählt, steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. "Aua" und "Hurra" in perfekter Symbiose.

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