Laden...
Forchheim

Ein Herz für Afrika

Die Afrika-Kulturtage Forchheim finden von Freitag bis Sonntag im Pfalzmuseum und rund um die Kaiserpfalz statt. Höhepunkte sind das Samstagabendkonzert und der afrikanische Basar.
Artikel drucken Artikel einbetten
Victoria Knobloch bei einem ihrer Besuche in Uganda Foto: privat
Victoria Knobloch bei einem ihrer Besuche in Uganda Foto: privat

"Fenster in der Seele der Menschen" machen die 13. Afrika-Kulturtage Forchheim von Freitag, 5. Juli, bis Sonntag, 7. Juli, auf: Die Afrika-Sonderausstellung "Ein Herz für Uganda" (5. Juli bis 4. August), ein Abendkonzert mit dem Gitarristen Omara "Bombino" Moctar (6. Juli), der afrikanische Markt und Trommel- und Tanzworkshops zeigen die vielen verschiedenen Facetten Afrikas und seiner Menschen.

Das exotische Festival des Pfalzmuseums Forchheim bringt drei Tage lang Kunst, Musik und Tanz aus Afrika nach Oberfranken.

Höhepunkt ist das Abendkonzert im Pfalzinnenhof am Samstagabend um 20 Uhr. Der international erfolgreiche Gitarrist Omara "Bombino" Moctar lässt die Wüste erklingen: Sie macht die Weite und die Stille des unendlichen Raumes erlebbar und ist dabei für europäische Ohren gut anzuhören. Bombinos Repertoire vereint Rock mit trällernden Weisen.

Die Lebensgeschichte des Wüstenmusikers ist geprägt von den Spannungen im Herzen der Tuareg-Kultur zwischen Tradition und Moderne, zwischen Stämmen und Fraktionen. Fast alle Songs seines Albums "Deran" sind von persönlichen Erfahrungen inspiriert. In seinen Songs bewahrt Bombino das alte Wissen um die absolute Freiheit und die nomadische Kultur. Der Eintritt zum Konzert kostet 23 Euro (ermäßigt 20 Euro). Kartenvorverkauf ist an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Jungen Theater Forchheim.

Sonderausstellung

"Ein Herz für Uganda" zeigt die Afrika-Sonderausstellung mit Bildern der Fotografin Victoria Knobloch (Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Eintritt fünf Euro, während der Afrika-Kulturtage drei Euro). "Wer viel Weisheit besitzt, hat sie im Herzen, nicht auf den Lippen", heißt ein ugandisches Sprichwort. Die Menschen in Uganda, der "Perle Afrikas", sind gastfreundlich und begeisterungsfähig. Uganda ist aber auch ein Land mit immenser materieller Not, ein Land, in dem die Ärmsten der Armen zu Hause sind.

Victoria Knobloch hat dieses Land schon sehr oft bereist und konnte tiefe Einblicke gewinnen. Mit ihrer Kamera hat sie die vielen Facetten dieses faszinierenden Landes eingefangen und lässt den Besucher in der Ausstellung tief in das Leben der Ugander eintauchen. Die Karamojong-Region, in der das ursprüngliche Stammesleben noch intakt ist, begeisterte Victoria Knobloch besonders. Sie unterstützt mit ihrem Verein Deseret Foundation die "Deseret Community School" in Jinja.

Rahmenprogramm

Der afrikanische Basar rund um die Kaiserpfalz (Freitag 17 bis 22 Uhr, Samstag 11 bis 22 Uhr, Sonntag 11 bis 19 Uhr, Eintritt drei Euro) bietet Kunsthandwerk, Instrumente und kulinarische Köstlichkeiten. Die Basarbühne lockt mit afrikanischer Musik: Mit dabei sind "Elemotho and the Modern Nomads", eine populärer Musiker Namibias und seine Band, "Domou Afrika", die Multiinstrumentalisten aus Westafrika, "Chancho Va", das fränkische Trommelensemble, die Tanz- und Showgruppe "African Royal Ballet Djiby Kouyate" aus Mali, der kamerunische Tänzer und Choreograph Fabrice Ottou und Taxi Brousse, die Nürnberger Band um die kamerunische Sängerin Marie Noelle Atangana.

Die Afrika-Kulturtage unterstützen seit 2008 die Spendenaktion "Lourenço Amadeu" für ein Waisenhaus und eine Grundschule in Angola. Nähere Informationen unter http://kaiserpfalz.forchheim.de. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren