Haßfurt
gebäudereiniger

Ein "heißer Sommer"?

Weniger Urlaubstage, gestrichene Zuschläge, Arbeit auf Abruf: Einem Großteil der 170 Reinigungskräfte im Kreis Haßberge drohen ab sofort massive Einbußen. Das berichtet die Gebäudereiniger-Gewerkschaf...
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Weniger Urlaubstage, gestrichene Zuschläge, Arbeit auf Abruf: Einem Großteil der 170 Reinigungskräfte im Kreis Haßberge drohen ab sofort massive Einbußen. Das berichtet die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG Bau - und ruft die Beschäftigten dazu auf, die Einschnitte nicht hinzunehmen. "Aktuell legen viele Chefs ihren Mitarbeitern neue Arbeitsverträge zu deutlich schlechteren Konditionen vor. Die sollte keiner unterschreiben", warnt Michael Groha von der IG (Industriegewerkschaft) Bau Mainfranken. Sollten die Arbeitgeber bei dieser Praxis bleiben und die anstehenden Tarifverhandlungen blockieren, dürfte die Reinigungsbranche einen "heißen Sommer" erleben, so die IG.

"Auch im Kreis Haßberge könnten dann Schulen, Büros und Krankenhäuser schmutzig bleiben", so Groha. Die Friedenspflicht zwischen IG Bau und Arbeitgebern lief laut Gewerkschaftsangaben Ende Juli aus. Hintergrund: Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks hat den Rahmentarifvertrag gekündigt. Bevor Gewerkschaft und Arbeitgeber einen neuen Vertrag aushandeln, sollen nach Beobachtung der IG Bau in der Zwischenzeit offensichtlich die Standards gedrückt werden. red

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