Haßfurt
Konzert 

Ein Hauch Western

Gospel, Bluegrass, Blues: "Rosie and the skinny crickets" tingelten durch die USA und erzeugten Gänsehaut bei den Zuhörern.
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Ein mitreißendes Konzert gab die Band "Rosie and the skinny crickets" in Haßfurt. Unser Bild zeigt (von links) Stephan Schmitt, Conny Morath, Martin Staub, Simon Ort und Werner Goldbach. Foto: Ulrike Langer
Ein mitreißendes Konzert gab die Band "Rosie and the skinny crickets" in Haßfurt. Unser Bild zeigt (von links) Stephan Schmitt, Conny Morath, Martin Staub, Simon Ort und Werner Goldbach. Foto: Ulrike Langer
Ein mitreißendes Konzert gab die Band "Rosie and the skinny crickets" beim Kulturamt in der Rathaushalle in Haßfurt. Der Schwung, mit dem die fünf sympathischen und technisch hervorragenden Musiker Blues-, Soul-, Gospel- und Countrymusik interpretierten, und ihre gute Laune übertrugen sich vom ersten Song an.
Conny Morath alias Rosie und Stephan Schmitt alias Festus Faber, bekannt als Gründer der Band "Famos", und ihre "skinny crickets" (dürren Grillen), Werner Goldbach, Simon Ort und Martin Staub, zelebrieren "ihre" Musik vor dem Hintergrund einer skurrilen Geschichte: Zwei Bankräuber tingeln mit einem Schlagzeug spielenden Gefängniswärter, einem Kontrabass zupfenden Baptistenpriester und einem Barpianisten 1914 durch die USA.
Natürlich spielen sie nicht nur Gospels, sondern auch Songs von Norah Jones, Sweet Inspirations, Elizabeth Mitchell, Bruce Springsteen, Amos Lee, Steeldrivers, Everly Brothers Jonny Cash, Dolly Parton, Sam Cooke und anderen auf ihre eigene Weise. Für Bewunderung sorgten die klare Stimme von Conny Morath, ihre perfekte Intonation und ihr Charme.


Die Stimme berührt

Ihr ist es gegeben, nicht nur verschiedenste Stimmungen zu erzeugen, sondern auch mit Songs wie "Joleene" oder "I wish I had someone to love" Gänsehautfeeling aufkommen zu lassen.
Doch auch der kraftvolle, emotionale Gesang von Stephan Schmitt und sein exzellentes Spiel auf der akustischen, der elektrischen und der Dobro-Gitarre faszinierten.
Vor allem die Gesangs-Duette der beiden gingen durch Mark und Bein, so intensiv war die Harmonie der Stimmen. Viel Beifall galt zudem Werner Goldbach, der seine solistischen Fähigkeiten an der Orgel und am Akkordeon unter Beweis stellte und gerne eine dritte Stimme beisteuerte.
Für den swingenden Groove war Simon Ort am Kontrabass zuständig, und für die pulsierende Dynamik sorgte Martin Staub am Schlagzeug. Nicht nur mit ihrem expressiven Spiel begeisterten "Rosie and the scinny crickets" ihr Publikum.


Überbordende Spielfreude

Auch ihre sympathische Ausstrahlung, ihre überbordende Spielfreude, ihre Gelassenheit und ihre Scherze am Rande nahmen für sie ein. Am Ende gaben sie drei Zugaben: "Tennessee Waltz" und "This Train" sowie eine beeindruckende Unplugged-Version der Folk-Ballade "Fare thee well".

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