Eibenberg

Ein großer Tag für Eibenberg

Am Sonntag feierte die Feuerwehr des Wilhelmsthaler Gemeindeteiles die Weihe ihres neuen TSF 44/1. Damit findet ein lang gehegter Wunsch seine Erfüllung.
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Pater Waldemar und Pater Frederik segneten das neue TSF 44/1. Fotos: Heike Schülein
Pater Waldemar und Pater Frederik segneten das neue TSF 44/1. Fotos: Heike Schülein
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Eibenberg —  Im Jubiläumsjahr ihres 130-jährigen Bestehens wird zum ersten Mal ein eigenes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Eibenberger Wehr in den Dienst gestellt. Die Freude und der Stolz über diesen Meilenstein in der Vereinsgeschichte standen bei den Feierlichkeiten allen Verantwortlichen in Gesicht geschrieben.

"Heute ist ein großer Tag für uns", strahlte die Erste Kommandantin Anna Wachter beim Festakt am Sonntagnachmittag, als sie im Festzelt auf die Hintergründe der Beschaffung einging. 1889 hatte man in Eibenberg mit einer zweirädrigen Löschmaschine begonnen, die durch eine vierädrige abgelöst wurde, gefolgt 1967 durch einen offen Tragkraftspritzenanhänger. 20 Jahre später beschloss man, den gebrauchten geschlossenen Tragkraftspritzenanhänger der Feuerwehr Reuth zu kaufen. Bis zum heutigen Tag - mit nunmehr 51 Dienstjahren - habe dieser bei vielen prägenden Ereignissen sehr gute Dienste geleistet.

Im April 2017 stellte die Wehr den Zuwendungsantrag für das TSF bei der Gemeinde. Nach anfänglichen Diskussionen konnte man den Gemeinderat davon überzeugen, dass technische Hilfeleistungen und auch ein verändertes Berufsleben ein Umdenken hinsichtlich der Ausrüstung der Feuerwehr erfordern. Mit Hilfe von KBM Frank Fischer fanden sich mit den Feuerwehren Maineck und Heinersberg Kooperationspartner für eine Sammelbestellung. "Hierdurch konnte ein Zuschuss des Bundes gewonnen und den Kommunen Kosten gespart werden", verdeutlichte sie.

Innerhalb der Wehr wurde ein vierköpfiges Team gegründet, das sich Gedanken um die Ausstattung machte. Der Vorschlag für die Anschaffung eines Stromerzeugers mit Stativ und Lichtmast sowie einer eigenen Motorsäge wurde von der Vorstandschaft angenommen. Für den bereits eigens angeschafften Faltbehälter musste auch Platz gefunden werden. Insgesamt brachte sich der Verein mit Eigenmitteln von 9500 Euro ein.

"2018 war für uns bereits am 11. Dezember Weihnachten", erinnerte sich die Kommandantin, wie eine Abordnung der Wehr mit KBM Frank Fischer das Schmuckstück bei der Firma Compoint in Forchheim abholte. Mit Martinshorn, Blaulicht und der Bürgermeisterin an Bord fuhr man in Eibenberg ein, wo man vom Musikverein Steinberg, den Aktiven, vielen Einwohnern und einem grandiosen Feuerwerk begrüßt wurde.

Das Fahrzeug ermöglicht kleinere technische Hilfeleistungen und verfügt über eine zeitgemäße feuerwehrtechnische Beladung. Zudem müssen sechs der Kameraden nicht mehr zum Einsatzort laufen. Für die meisten Einsatzarten der heutigen Zeit kann man nun umfassendere Hilfe leisten.

Zum freudigen Ereignis gratulierten stellvertretender Landrat Bernd Steger, Bürgermeisterin Susanne Grebner sowie KBR Joachim Ranzenberger. Steger sprach von einer überfälligen Anschaffung. Grebner zeigte sich stolz auf ihre acht eng zusammenarbeitenden Feuerwehren in der Gemeinde. Eibenberg sei ein Paradebeispiel einer intakten Dorfgemeinschaft mit einer sehr aktiven Wehr. Ranzenberger würdigte den schönen Rahmen des Festes, mit dem man gleich drei freudige Anlässe feiere. Auch 30 Jahre Jugendfeuerwehr sei ein schönes Jubiläum; stelle diese doch eine wertvolle Basis für das Fortbestehen des Vereins dar.

Ehrenkreuz für Berthold Jakob

Eine große Freude war dem KBR die Ehrung für Berthold Jakob mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold für herausragende Verdienste. Über 30 Jahre war Berthold Jakob Kommandant der Feuerwehr Eibenberg. Er gründete vor 30 Jahren die Jugendfeuerwehr und übernahm als Erster Jugendwart die Ausbildung. Für die 2008 gegründete Damenfeuerwehr übernahm er ebenso mit seinem damaligen Zweiten Kommandanten Matthias Jakob die Erstausbildung. Besonders stolz war er, als er 2008 vom damaligen 2. Bürgermeister Werner Gareis den Schlüssel vom Gerätehausanbau in Empfang nehmen durfte, für den er jahrelang gekämpft hatte.

Vor dem Festakt hatten Pater Waldemar und Pfarrer Frederik aus Nigeria den Segen für das Fahrzeug erbeten. Der Festzug zum Zelt wurde vom Musikverein Steinberg angeführt, der auch zum Unterhaltungsnachmittag aufspielte. Eingeläutet wurde der Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Frühschoppen.

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