Untersiemau
scherneck.inFranken.de  Die First Responder gibt es seit zehn Jahren in Untersiemau.

"Ein fester Bestandteil"

Die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Defibrillator in Scherneck war vor elf Jahren der Auslöser für die Gründung einer First-Responder-Gruppe Untersiemau-Großheirath, wie der Vorsitzende...
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Die drei weiblichen Mitglieder der First Responder, Karin Sittig, Silke Sauerbrey und Doris Fischer (von links), sprachen im Gottesdienst die Fürbitten.  Foto: Michael Stelzner
Die drei weiblichen Mitglieder der First Responder, Karin Sittig, Silke Sauerbrey und Doris Fischer (von links), sprachen im Gottesdienst die Fürbitten. Foto: Michael Stelzner

Die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Defibrillator in Scherneck war vor elf Jahren der Auslöser für die Gründung einer First-Responder-Gruppe Untersiemau-Großheirath, wie der Vorsitzende der Feuerwehr Scherneck, Siegbert Paschold, erzählt. So nahm die Gruppe am 1. August 2008 mit einem gebrauchten Einsatzfahrzeug, einem Audi A 6, ihren Dienst auf. Bereits zwei Tage vor ihrem offiziellen Dienstbeginn wurde die Truppe zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Seit Gründung ist 1454-mal fachgerechte Erste Hilfe bei Notfällen und Unfällen dokumentiert. Sogar bei einer Geburt auf der Bundesstraße 4 stand ein Mitglied der First Responder hilfreich zur Seite. Das zehnte Gründungsjubiläum der First Responder wurde mit einem Gottesdienst in der Simon-Petrus Kirche in Scherneck und einem anschließenden Weißwurstfrühstück am Feuerwehrhaus gefeiert. Die Feuerwehren aus Untersiemau und Großheirath sowie die Feuerwehrführung und viele Politiker feierten mit. Den Gottesdienst gestalteten Pfarrerin Beate Stark und Prädikantin Doris Schmied sowie Brigitte Buron mit ihrem Gesang und Silke Ritz an der Orgel. Die Pfarrer gingen auf einen Text im Markus-Evangelium ein, wo es um das Helfen geht. Die Fürbitten verlasen die drei weiblichen Mitglieder der First-Responder-Gruppe Doris Fischer, Silke Sauerbrey und Karin Sittig.

Bei den Ansprachen nach dem Gottesdienst wurden vor allem immer wieder die Ortskenntnis und der Zeitvorteil der First Responder betont. Siegbert Paschold sagte, mit dem Ausdruck First Responder habe man vor zehn Jahren eher wenig anfangen können. Auf Initiative des Rettungssanitäters Tobias Eismann, der die Gruppe anfangs auch leitete, sei die Gründung, die vom damaligen Bürgermeister Günther Kob intensiv unterstützt wurde, konkret geworden. Nachdem einige Mitglieder gefunden waren, wurden ein Erste-Hilfe-Kurs und eine 80 Stunden dauernde Sanitätsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Bei der Gründung habe viel Personal zur Verfügung gestanden, sagte Paschold. So hätten alle Dienstzeiten (wochentags von 18 bis 6 Uhr, das ganze Wochenende ab Freitag, 18 Uhr) besetzt werden können. Paschold: "Doch leider hat es viele damalige Mitglieder beruflich in andere Regionen und Städte verschlagen und es konnten nicht mehr alle Dienste besetzt werden."

Die First Responder seien ein fester Bestandteil im Gemeindebereich, sagte Zweiter Bürgermeister Frank Weber. Die Gemeinde Untersiemau unterstütze die First Responder im Rahmen ihrer Möglichkeiten. So seien das erste Fahrzeug und die komplette Ausrüstung durch die Gemeinde finanziert worden. Da sich die Reparaturen in den Jahren 2009 und 2010 am Audi häuften, wurde ein neues Fahrzeug gekauft. Inzwischen sei das Auto mit Digitalfunk ausgerüstet worden. "Es war vor sieben Jahren die richtige Entscheidung", stellte Bürgermeister Udo Siegel fest. Denn damals stimmte der Gemeinderat der Erweiterung auf das Gebiet der Gemeinde Großheirath zu. Alle Ehrengäste überreichten an die stellvertretende Leiterin Doris Fischer ein Geldgeschenk. Sie zeichnete zusammen mit Frank Weber die Aktiven aus. Besonders geehrt wurden Mathias Schrader und Michael Stelzner, die von Beginn an dabei sind. mst



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