Oberschwappach

Ein Fest barocker Musikkunst

Das Bamberger Streichquartett spielte Klassiker im Spiegelsaal von Schloss Oberschwappach - und begeisterte.
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Ein Barockfest wie in alten Zeiten gestalteten die Musiker beim Frühlingskonzert im barocken Spiegelsaal von Schloss Oberschwappach.  Foto: cr
Ein Barockfest wie in alten Zeiten gestalteten die Musiker beim Frühlingskonzert im barocken Spiegelsaal von Schloss Oberschwappach. Foto: cr

Christiane reuther An ein Barockfest wie in alten Zeiten durften sich die Liebhaber der klassischen Musik bei den Frühlingskonzerten in Schloss Oberschwappach erinnert haben.

Glanzvolle Barockmusik erfüllte den stilvollen Saal, in dem vor 300 Jahren der Ebracher Abt Gäste zum Konzert eingeladen hat. Das Bamberger Streichquartett mit Raúl Teo Arias, Branko Kabadic, Karlheinz Busch und Milos Petrovic, der für den erkrankten Andreas Lucke eingesprungen ist, sowie Natalia Solotych am Cembalo brachten Glanzpunkte des Barocks mit. Cellist Karlheinz Busch führte wie gewohnt als kenntnisreicher Moderator anschaulich durch den Zaubergarten der Musik. Busch meinte auch, dass diese Musik besser in den barocken Saal des Schlosses passe als in die moderne Elbphilharmonie in Hamburg. Viele Besucher nickten.

So erklangen nicht nur die schwungvolle Ouvertüre "Le Indes galantes" von J.- Ph. Rameau, sondern auch der immergrüne "Frühling" aus den "Vier Jahreszeiten" von A. Vivaldi mit einem exzellent gespielten Solopart von Raúl Teo Arias, die ausdrucksstarke Gambensonate g-Moll von J. S. Bach, wundervoll gespielt von Branko Kabadaic auf der Bratsche, und das virtuose Bach'sche Cembalokonzert D-Dur, bei dem die souveräne Natalia Solotych brillierte. Nach der Pause folgte das rasante Concerto alla Rustica von Vivaldi und als Höhepunkt das Doppelkonzert d-Moll für zwei Violinen und Streicher von Bach. Hier gesellte sich zum Solisten Arias der eingesprungene Petrovic, der vom ersten Ton gefiel und überzeugte.

Einen prächtigen Schlusspunkt setzte das Concerto grosso G-Dur op. 6 Nr. 1 von G. F. Händel. Schriftsteller Hermann Hesse hatte dieses Werk einmal "Göttermusik" genannt. Als Zugabe spielten die Künstler Händels "Ombra mai fu" aus der Oper "Xerxes".

Das Sommerkonzert am Sonntag, 2. Juni, um 19 Uhr im Innenhof des Schlosses steht unter dem Motto "Es schallt die Trompete". Karten gibt es bei Organisator Julian Roth, telefonisch zu erreichen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr unter Rufnummer 09529/950562 oder per E-Mal unter roth-julian@web.de.

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