Steinwiesen

Ein Dank an die "roten Engel"

Die Caritas-Sozialstation Steinwiesen feierte 40-jähriges Bestehen. Inzwischen versorgen 63 Mitarbeiter 400 Patienten.
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Die Fürbitten beteten die Mitarbeiterinnen. Nach jeder Fürbitte wurde ein rotes Herz vor den Altar gelegt. Fotos: Susanne Deuerling
Die Fürbitten beteten die Mitarbeiterinnen. Nach jeder Fürbitte wurde ein rotes Herz vor den Altar gelegt. Fotos: Susanne Deuerling
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Susanne Deuerling Steinwiesen —  Mit einem Festgottesdienst und einem gemütlichen Beisammensein feierte die Caritas-Sozialstation Steinwiesen ihr 40-jähriges Bestehen. "Gegrüßet seist du Königin" schallte es durch die vollbesetzte Pfarr- und Wallfahrtskirche "Mariae Geburt". Und gegrüßt waren auch alle, die gekommen waren: Patienten und Angehörige, ehemalige Mitarbeiter, Caritas Vorstand und Aufsichtsrat, viel Prominenz aus Politik und Kirche und natürlich auch einige Neugierige. Aber am auffallendsten waren die vielen "roten Hemden" in den vorderen Bänken. Sie sind das Herz der Sozialstation - die Mitarbeiter, die zu den Patienten gehen, sie betreuen und ihnen ein Stück Geborgenheit schenken.

Pater Wladyslaw Poddebniak OMI ging auf das Evangelium am Fest "Maria Heimsuchung" ein, das von der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth erzählt. Auch die Caritas und vor allem die Sozialstation erlebe viele Begegnungen, die ermutigen, trösten und frohmachen könnten, deshalb seien sie sehr wichtig. Zusammen mit Pfarrer Richard Reis, Dekan Detlef Pötzl und Pater Jan Poja feierte Pater Wladyslaw das Heilige Messopfer. In den Fürbitten wurde für die Mitarbeiter gebetet, die die Kranken und Notleidenden aufrichten, für den Vorstand und Aufsichtsrat der Caritas, für alle, die unter menschenunwürdigen Verhältnissen leiden und für alle lebenden und verstorbenen Patienten und Mitarbeiter.

Den Gottesdienst umrahmte an der Orgel Udo Simon und mit Liedern an der Gitarre Claudia Ringhoff. Die Lesung trug die Geschäftsführerin der Caritas, Cornelia Thron vor und die Fürbitten wurden von den Mitarbeiterinnen gestaltet, die nach jeder Bitte ein rotes Herz vor den Altar legten.

Einer der größten Arbeitgeber

Der leitende Pfarrer des Seelsorgebereiches Oberes Rodachtal, Pfarrer Richard Reis betonte, wie stolz er auf die Mitarbeiter der Sozialstation ist. Sie gingen mit der Pfarrei durch dick und dünn. Das rote Herz der Caritas stehe für die Liebe, die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Patienten. Und nur wenn diese Liebe so richtig gelebt werde, dann stecke auch viel Kraft darin.

Auch Bürgermeister Gerhard Wunder aus Steinwiesen ist stolz auf die Sozialstation und was sie in den 40 Jahren geleistet hat. Im Namen der Bürgermeisterkollegen aus Wallenfels, Nordhalben, Wilhelmsthal, Tschirn, Marktrodach sagt er Danke an die "roten Engel". "Ihr genießt bei Patienten und Angehörigen großes Ansehen und Wertschätzung", sagte Wunder. Die gute Betreuung und Entlastung der pflegenden Angehörigen, die Freundlichkeit und das Einfühlungsvermögen der Pflegekräfte sei nicht mit Geld zu bezahlen. Die Caritas Sozialstation sei einer der größten Arbeitgeber am Ort und die Entscheidung, sie im ehemaligen Forsthaus zu belassen und dafür das Forstamt nach Nordhalben zu verlagern, sei zu jeder Zeit richtig gewesen.

"Der größte Danke heute gilt aber der Leiterin der Sozialstation, Brigitte Wunder, die mit ihrem Team so viel Gutes bewirkt", begann Cornelia Thron ihre Dankesrede an alle Mitarbeiter der Station. Seit 35 Jahren schon steht sie an der Spitze "ihre Frau". Durch ihre Professionalität und Mitarbeiterführung erweiterte sich der Mitarbeiterkreis von drei auf 63, die 400 Patienten zu versorgen haben. Sie überreichte Brigitte Wunder Blumen und ein Lebkuchenherz mit dem Schriftzug "40 Jahre Caritas-Sozialstation Steinwiesen". Dieses Herz zusammen mit einem Segensgebet erhielt jeder Besucher des Festes und jeder Patient, auch die, die nicht kommen konnten.

Abschied von Pater Wladyslaw

Nach dreijähriger Tätigkeit als geistlicher Beirat beim Caritasverband Kronach verlässt Pater Wladyslaw Poddebniak OMI nicht nur seinen Tätigkeitsbereich im Seelsorgebereich Oberes Rodachtal und als Krankenhausseelsorger und gibt den geistlichen Beirat ab, sondern er verlässt auch den Kreis Kronach in Richtung Zwickau. Dort findet er neue Wirkungsstätten. Für die Caritas war er immer Ansprechpartner, er zelebrierte die Gottesdienste zu den Festen, kümmerte sich um die Sorgen und half bei Entscheidungen. Geschäftsführerin Cornelia Thron betonte, dass er stets eine große Hilfe und Stütze war.

Gabi Alka hatte als Geschenk ein Fotoalbum vorbereitet mit Aufnahmen aus den letzten Jahren. Außerdem sagten Bernhard Müller im Namen des Kreisverbandes und Marco Fischer im Namen der Mitgliedervertretung ein herzliches Vergelt‘s Gott und übergaben kleine Geschenke.

Pater Wladyslaw Poddebniak OMI war sichtlich gerührt und meinte, dass er sich sehr wohl gefühlt habe. "Aber ich lasse euch nicht allein zurück, als meinen Nachfolger stelle ich euch Dekan Detlef Pötzl vorab mal vor", sagte der scheidende Beirat.

Nach dem Gottesdienst wurde weiter gefeiert. Bei Kaffee und Kuchen traf man sich im Pfarrsaal und auf dem Pfarrhof. Zur Unterhaltung spielte Barbara Müller auf dem Schifferklavier und die "Rothemden" übernahmen die Bewirtung.

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