LKR Kronach

Ein Brief zur Begrüßung

Die Gemeinden im Kreis Kronach sind froh über jeden Neubürger - seien es Zugezogene oder Babys. In manchen Gemeinden gibt es deshalb kleine Willkommensgeschenke. Manche Präsente können aber auch größer ausfallen.
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Franziska Rieger Für ihre Neubürger lassen sich die Gemeinden im Kreis Kronach einiges einfallen. Die positive Nachricht vorneweg: Für Neugeborene gibt es in fast allen Gemeinden eine Kleinigkeit. Etwas schlechter sieht es dagegen bei den Präsenten für Zugezogene aus. Der Fränkische Tag hat sich bei den Gemeinden und Märkten im Landkreis umgehört, wie sie ihre Neubürger begrüßen.

In Pressig gibt es für Babys ein Schnuffeltuch und ein Plüschtier. Zusammen mit einem Willkommensbrief bringt Bürgermeister Hans Pietz (FW) die Willkommensgeschenke selbst bei den Eltern vorbei. Im Paket finden sich noch Infobroschüren über Kindergärten und Kitas der Gemeinde.

"Das soll ein Zeichen der Wertschätzung sein", sagt Pietz. Schließlich freue sich die Gemeinde, wenn sich Familien niederlassen. Einen Wettbewerb mit anderen Gemeinden möchte man wegen der Willkommensgeschenke nicht beginnen. "Es geht um die Geste, um das Menschliche", sagt Pietz.

So sieht es auch Rainer Detsch, Bürgermeister von Stockheim (FW). In der Bergwerksgemeinde bekommen Neugeborene 100 Euro und ein persönliches Anschreiben. Außerdem ein kleines Büchlein mit Gedichten für die Mutter des Kindes. "Als Erinnerung an diesen schönen Tag", sagt Detsch.

Seit 2010 gibt es das Willkommensgeschenk. "Ich komme immer unangemeldet, damit die Mamas nicht noch extra aufräumen oder einen Kuchen backen", sagt Detsch und lacht.

Die Eltern seien meist angenehm überrascht, das bestätigen die Rückmeldungen. "Das dient auch dazu, die Hemmschwelle zum Rathaus und dem Bürgermeister abzubauen", meint Detsch.

Bürger besser kennenlernen

Im gewohnten Umfeld der Bürger werden Dinge angesprochen, die sonst nicht zur Sprache kommen, der Bürgermeister wird zum Gesprächspartner auf Augenhöhe. Für Zugezogene liegen bei der Anmeldung in der Gemeinde Infobroschüren bereit. Besonders großzügig mit einem Geldgeschenk ist die Gemeinde Steinbach am Wald. Insgesamt 500 Euro "Kinderbonus", gibt es bei einem Neugeborenen, berichtet Verwaltungsangestellte Janine Jungkunz. 250 Euro davon in Bargeld und 250 Euro in Form von Gutscheinen für Geschäfte in der Gemeinde.

Das Geschenk ist an Bedingungen gebunden: Nach Antragstellung muss der Hauptwohnsitz des Kindes drei Jahre in der Gemeinde sein. Außerdem sollte das Kind eineinhalb Jahre eine Kita der Gemeinde besuchen. Wird das nicht eingehalten, etwa weil die Eltern wegziehen müssen, muss das Geld zurückerstattet werden. Ein Begrüßungsgeld gibt es auch beim Markt Tettau. 200 Euro gibt es bei Neugeborenen, außerdem sind die ersten vier Monate in einem Hort, einer Kita oder ähnlichem kostenlos, sagt Bürgermeister Peter Ebertsch (BfT). Rund 1000 Euro investiere der Markt damit in seine "Willkommenskultur" für Neugeborene, wie es Ebertsch nennt.

Die Erstattung der Kita-Gebühren ist auch in Tettau an eine Bedingung gebunden: Das Kind muss eine gewisse Zeit in der Erziehungseinrichtung angemeldet sein. Für Zugezogene gibt es Infobroschüren.

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