Maßbach
Allianz-Seminar

Ein Blick zurück und in die Zukunft

Nach fast elf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit hat die Interkommunale Allianz Schweinfurter OberLand, mit den Gemeinden Üchtelhausen, Schonungen, Rannungen, Thundorf, Markt Maßbach und Markt Stadtl...
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Was wurde in elf Jahren bei der Interkommunalen Allianz Schweinfurter OberLand schon erreicht und was können die beteiligten Gemeinden besser machen? Dazu gab es ein Seminar unter anderem mit Gemeinderäten und Bürgermeistern in Klosterlangheim.  Foto: Brigitte Sesselmann
Was wurde in elf Jahren bei der Interkommunalen Allianz Schweinfurter OberLand schon erreicht und was können die beteiligten Gemeinden besser machen? Dazu gab es ein Seminar unter anderem mit Gemeinderäten und Bürgermeistern in Klosterlangheim. Foto: Brigitte Sesselmann

Nach fast elf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit hat die Interkommunale Allianz Schweinfurter OberLand, mit den Gemeinden Üchtelhausen, Schonungen, Rannungen, Thundorf, Markt Maßbach und Markt Stadtlauringen beschlossen, ihre bisherige Arbeit einmal gründlich zu bewerten. Das integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK), auf welchem die Zusammenarbeit basiert, soll aus diesem Grund evaluiert und neu fortgeschrieben werden.

Das Amt für Ländliche Entwicklung fördert diesen Prozess in Höhe von 35 000 Euro. Gleichzeitig wird im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms "Kleinere Städte und Gemeinden" ein Konzept zur Anpassung der öffentlichen Daseinsvorsorge an den demographischen Wandel erarbeitet, das von der Regierung von Unterfranken gefördert wird.

Dafür wurde mit einem Strategieseminar an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim der Startschuss gesetzt. Die Seminarteilnehmer waren Gemeinderäte aus allen sechs Mitgliedsgemeinden, Vertreter der Verwaltungen, die Bürgermeister, dem ausgewählten Planungsbüro, der Allianzmanagerin und Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken, sowie der Regierung von Unterfranken.

300 Kilometer Wandernetz

Zwei Moderatoren führten durch das Seminar. Dabei wurden unter anderem die bisherigen Erfolge der Interkommunalen Zusammenarbeit von der Allianzmanagerin Hannah Grübl dargestellt. Hierzu zählen die Erstellung eines Kernwegenetz- Konzepts, ein Förderprogramm für Investitionen zur Innenentwicklung, ein über 300 Kilometer langes Wanderwegenetz und weitere Projekte.

Es gibt zudem mehrere Projektgruppen, wie den Künstlerkreis des Schweinfurter OberLandes, die Arbeitskreise Wandern und den Mountainbike-Dialog, den Arbeitskreis Ideenwerkstatt Seestern, der Maßnahmen zur Vernetzung der Dörfer rund um den Ellertshäuser See erarbeitet oder den Arbeitskreis Kunst und Kultur, der Veranstaltungen wie den Interkulturellen Tag oder die Theatertage organisierte.

Einzigartig an der Region ist auch der "OberLandKurier", der von einem Team von ehrenamtlichen Redakteuren gestaltet wird und vierteljährlich mit spannendsten Berichten rund um das Schweinfurter OberLand erscheint und kostenlos an alle Haushalte verteilt wird.

Konzept zur Daseinsvorsorge

Im weiteren Verlauf des Seminars wurden die bisherigen Handlungsfelder genauer unter die Lupe genommen. Dazu zählen Innenentwicklung, Tourismus, Gewerbe, Dorfentwicklung, Kultur und Soziales, sowie Landschaft. Zu den einzelnen Handlungsfeldern wurde in Gruppenarbeit herausgearbeitet, was bisher besonders gut lief und welche Themen zukünftig noch stärker bespielt werden sollen. Die Teilnehmer stellen sich zum Beispiel Projekte zu den Themen Digitalisierung, Soziales sowie Daseinsvorsorge, Innenentwicklung und Mobilität vor.

Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken) führte mit seinem Vortrag in die Themen Daseinsvorsorgekonzept und Förderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" ein. Unter Daseinsvorsorge fallen sämtliche Themenbereiche zur Mobilität, Digitalisierung, Begegnungsstätten, Gesundheit, Nahversorgung und Bildung, die vor allem im ländlichen Raum immer wichtiger werden. Mit Hilfe eines Planungsbüros wird ein Daseinsvorsorgekonzept ausgearbeitet, wodurch die Gemeinden des Schweinfurter OberLandes in die Städtebauförderung kommen und gleichzeitig ihre öffentliche Daseinsvorsorge auf den Prüfstand stellen.

Nächster Arbeitsschritt wird in den nächsten neun Monaten die Evaluierung der bisherigen elf Jahre Zusammenarbeit sein, die Fortschreibung des integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts und die Erstellung eines Daseinsvorsorgekonzepts. Geplant ist ferner eine intensive Bürgerbeteiligung und Einbeziehung der Bürger des Schweinfurter OberLandes in die künftige Entwicklung der Allianz. mib

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