Weisendorf

Ein Blick in die Vergangenheit

Im Museum des Heimatvereins findet sich eine bunte Sammlung an Exponaten, darunter auch viele alte Feuerwehrgeräte.
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Felix Kreiner mit der Feuerspritze aus dem Jahr 1888: Sie ist sein Lieblingsstück, da er 42 Jahre lang bei der Feuerwehr und davon 29 Jahre Gruppenführer war.  Foto: Manfred Welker
Felix Kreiner mit der Feuerspritze aus dem Jahr 1888: Sie ist sein Lieblingsstück, da er 42 Jahre lang bei der Feuerwehr und davon 29 Jahre Gruppenführer war. Foto: Manfred Welker

2010 wurde das Museum des Heimatvereins Weisendorf e.V. am Reuther Weg 16 eröffnet. Der Grundstock wurde anlässlich der Weisendorfer 700-Jahrfeier 1988 gelegt.

Vielfältige Ausstellung

Zu finden sind hier vor allem Exponate aus dem kirchlichen, dem häuslichen und dem Schloßbereich, ergänzt durch Geräte aus der Landwirtschaft, aber auch des Handwerks und des Feuerlöschwesens.

Bereits in alten Dorfordnungen ist die Feuerschau enthalten, die Kamine wurden dabei überprüft, denn ein Brand in einer Stadt oder einem Dorf konnte verheerende Folgen haben.

Zur Bekämpfung von Schadenfeuern wurden Feuerwehren zusammengestellt. Die Löschgeräte entwickelten sich von Handlösch- zur Pumpspritze, die zu Beginn noch mit Muskelkraft betrieben wurden, erst allmählich kamen Motoren zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe konnte das gespeicherte oder angesaugte Wasser durch den bei Inbetriebnahme erzeugten Druck selbständig durch das Strahlrohr ausgestoßen und damit das Feuer bekämpft werden.

Die gesetzlichen Regelungen des Feuerlöschwesens obliegen den Länderregierungen. Träger des Feuerlöschwesens sind die Gemeinden.

Am 23. Juli 1876 wurde in Weisendorf der Verein der "Freiwilligen Feuerwehr Markt Weisendorf" gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Georg Bienenstein, Johann Eger, Michael Eisen, Alexander Freundlich, Lorenz Gegner, Johann Michael Hacker, Peter Hacker, Friedrich Meyd, Konrad Meyd, Adam Schmerler, Georg Trescher und Christoph Wild.

Im Februar 1888 wurde eine neue Handsaugdruckspritze angeschafft. Sie befindet sich jetzt im Museum des Heimatvereins Weisendorf. In diesem Jahr zählte die Wehr 36 Pflichtfeuerwehrleute.

Kein Wunder, dass die Feuerspritze das Lieblingsstück von Felix Kreiner ist. Schließlich war er 42 Jahre bei der Feuerwehr und hatte von 1972 bis 2001 den Posten des Gruppenführers inne und war einige Jahre auch stellvertretender Kommandant.

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