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Herzogenaurach

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Sportartikelhersteller Adidas präsentierte der Öffentlichkeit sein Gelände rund um das neue Arena-Gebäude. Es gab viel zu sehen, auch verschlossene Türen. Es durfte nicht fotografiert werden.
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Von außen durften die Fotos gemacht werden.  Foto: Verena Stephan
Von außen durften die Fotos gemacht werden. Foto: Verena Stephan
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Adidas öffnete am Wochenende seine Türen für Besucher und bot Touren über den modernen Campus an. Nach einer Online-Anmeldung konnte jeder Interessierte an diesen etwa einstündigen Führungen teilnehmen. Treffpunkt war der Haupteingang der Arena, dies ist das neuste Bürogebäude, welches man sofort an seinem außergewöhnlichen Unterbau aus Stelzen erkennt.

Interessante Kasernengebäude

Dann ging es über die großen Grünanlagen weiter zu einem weiteren Bürogebäude, vorbei am Skatepark, Trampolin-, Fußball- und Volleyballfeld. Die Mobilität der 5600 Mitarbeiter in Herzogenaurach kommt auf keinen Fall zu kurz: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich aktiv zu betätigen. Auch interessant sind die Gebäude der alten Kaserne, die immer noch auf dem Campus stehen, natürlich saniert und renoviert, und nun ebenfalls als Arbeitsplatz genutzt werden.

Die Besucher durften dann noch einen Blick in ein Gebäude werfen, in dem Adidas die neuesten Kollektionen ausstellt, und in welchem sich die längste Leinwand Europas befindet. Auf 100 Metern gibt es hier sogar die Möglichkeit, gegen eine Videoversion von Usain Bolt anzutreten. Den originalen Arbeitsplatz von Adi Dassler und die neue Herbst-/Winter Kollektion bekamen die Besucher leider nicht zu Gesicht, denn diese waren gut hinter massiven Betonwänden versteckt. Die letzte Station des Rundgangs war die Cafeteria, die idyllisch an einem künstlichen See liegt. Große Fenster und eine moderne Einrichtung, sowie eine umfangreiche kulinarische Auswahl, erzeugen hier eine Wohlfühlatmosphäre.

Doch obwohl natürlich viel Wert auf Design und Modernität gelegt wird, hat auch alles einen gewissen Zweck: Adidas lebt den Begriff "Green Company", und so ist der künstliche See beispielsweise dafür da, die Cafeteria und die darunterliegenden Meetingräume zu kühlen, indem das Wasser durch die Wände geleitet wird. Auch der Metallkäfig um die Arena soll nicht nur schick aussehen, er optimiert nämlich die Lichtverteilung in den Innenräumen, sodass möglichst wenig künstliche Lichtquellen benötigt werden.

Die Besucher, die bei strahlendem Sonnenschein über den Campus spazierten, waren auf jeden Fall ausnahmslos beeindruckt: "Man kann einfach deutlich erkennen, dass das Wohl der Mitarbeiter hier im Vordergrund steht. Adidas hat meiner Meinung nach hier deutlich in die Zukunft investiert und es steckt hier ein werthaltiges Konzept dahinter", erzählt eine Besucherin. Weiter lobt sie: "Die Kreativität wird hier auf diesem Campus einfach enorm gefördert. Und damit meine ich nicht nur die der Mitarbeiter: Ich selbst fühle mich jetzt total kreativ und hab viele neue Ideen gesammelt."

"Wie sich die Grünflächen und Gebäude in die ganze Landschaft integrieren, ist wirklich großartig", sagt eine weitere Besucherin. "Außerdem finde ich es beeindruckend, dass Adidas den Bezug zum Standort Herzogenaurach nicht aufgegeben hat und zum Beispiel in eine Großstadt umgezogen ist." "Man fühlt sich gar nicht wie auf der Arbeit, weil hier Lifestyle, gesundes Essen, Chillout-Areas und Arbeit vereint werden. Das sorgt für ein richtig entspanntes Umfeld."

Lobenswert fanden die Besucher auch den Einsatz für nachhaltige Produktion und die Vermeidung von unnötigen Lieferkosten, was durch ein campusinternes Labor zum Test von Materialien umgesetzt wird.

Mal von innen gesehen

Viele Gäste leben schon lange in Herzogenaurach und waren begeistert, dass sie einen Einblick in die moderne Arbeitswelt erhalten konnten. Schließlich kennt jeder Herzogenauracher die großen Gebäude von außen, doch nur die wenigsten wussten bisher, wie alles von innen aussieht. Auf jeden Fall eine gute Idee der Adidas Group, diese Möglichkeit nun anzubieten.