Beiersdorf bei Coburg

Ein Bild von einem Jungbauern

Axel Roth aus Beiersdorf könnte der nächste "Landwirt des Jahres" werden. Unter die Finalisten der elf Kategorien beim Ceres Award hat er es schon geschafft.
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Axel Roth hat es unter die Finalisten beim Ceres Award geschafft. Jetzt will sich die Jury ein Bild von seinem Leben auf dem elterlichen Betrieb machen. Foto: Rainer Lutz
Axel Roth hat es unter die Finalisten beim Ceres Award geschafft. Jetzt will sich die Jury ein Bild von seinem Leben auf dem elterlichen Betrieb machen. Foto: Rainer Lutz

Demnächst bekommt Axel Roth Besuch auf dem Hof seiner Familie in Beiersdorf. Die Jury des Ceres Award will sich ein Bild davon machen, wie weit sein wahres Leben dem entspricht, das die Juroren aufgrund seiner Bewerbung von ihm gewonnen haben. Das hatte sie überzeugt, den 23-Jährigen in der Kategorie Junglandwirt unter die drei Finalisten für diesen Landwirtschaftspreis aufzunehmen.

Seit sechs Jahren gibt es den Preis, der im deutschsprachigen Raum der Länder Deutschland, Österreich, Luxemburg und Schweiz verliehen wird. Mehr als 240 Bewerber standen in diesem Jahr zur Auswahl. "Da bin ich schon ganz zufrieden, dass ich unter die Finalisten gekommen bin", sagt Axel Roth.

Ein Freund hat ihn nominiert

Dabei hat er sich gar nicht selbst für die Teilnahme entschieden. Während er an der Höheren Landbauschule in Triesdorf die Ausbildung zum Landwirtschaftlichen Betriebswirt absolvierte, fand ein Berufskollege, der gerade die Technikerschule besuchte, dass er sich für den Preis bewerben sollte - und nominierte ihn mal eben.

So bekam Axel Roth Post vom Deutschen Landwirtschaftsverlag (DLV), der hinter dem Ceres Award steht. "Für die Bewerbung musste ich dann etliche Fragen beantworten", erzählt er. Gesucht werden laut DLV Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und dabei nachhaltig Verantwortung für Mitmenschen, Tiere und Umwelt übernehmen.

Engagement auf vielen Ebenen

"Es geht nicht darum, den zu suchen, der die letzte Dezitonne Getreide vom Hektar oder den letzten Liter Milch aus der Kuh herausholt", ist Axel Roth überzeugt. Daher sollte er gut Chancen haben, fand sein Kollege. Im Berufswettbewerb der Landwirtschaftlichen Auszubildenden, war er sehr erfolgreich. Daneben hat er schon auf dem Weg zur Meisterausbildung immer wieder das Bild der Landwirtschaft durch Öffentlichkeitsarbeit positiv beeinflusst. Als Meister und Agrarbetriebswirt zeigen seine guten Abschlüsse, dass er sich für sein Berufsfeld wirklich engagiert. Neben Weiterbildung und der Arbeit auf dem Hof brachte er sich schon immer im Ehrenamt ein. Landjugend, Ring junger Landwirte, Bauernverband in der Region und SMV oder Verein Triesdorfer Studenten (VTS) - überall ist Axel Roth voll dabei.

"Ich wollte aber auch schon immer zeigen, dass junge Landwirte ganz normale Menschen sind, ihren Sport machen und eben auch ein Leben neben der Arbeit auf dem Hof haben", betont er. Tatsächlich findet er neben Weiterbildung, Ehrenamt und Arbeit auf dem Hof noch Zeit fürs Mountainbiking, Bouldern und Turnen.

So kommt man eben unter die drei Finalisten der Kategorie Junglandwirt. Elf Kategorien gibt es. Die Sieger aller Kategorien werden bei der "Nacht der Landwirtschaft" im Oktober in Berlin bekannt gegeben. Aus ihrem Kreis wird schließlich der Landwirt des Jahres gekürt. Ein Titel, der mit 10 000 Euro dotiert ist.

Bei einem der bedeutendsten landwirtschaftlichen Preise zu den Finalisten zu zählen, ist aber bereits ein schöner Erfolg, wie Axel Roth findet. Und damit trägt er zu einem gesamtbayerischen Erfolg bei. Sechs der elf Kategorie-Finalisten kommen aus dem Freistaat.

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