Knetzgau
Bebauungsplan-Änderung

"Ein Beitrag zur Entspannung der Wohnungssituation in Knetzgau"

Christiane Reuther Der Gemeinderat hat bei seiner Sitzung am Montagabend bei einer Gegenstimme der vierten Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" mehr...
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Der Gemeinderat Knetzgau hat mit einer Gegenstimme der vierten Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" in Knetzgau zugestimmt. Auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern möchte die Gemeinde ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen bauen. Foto: Christiane Reuther
Der Gemeinderat Knetzgau hat mit einer Gegenstimme der vierten Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" in Knetzgau zugestimmt. Auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern möchte die Gemeinde ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen bauen. Foto: Christiane Reuther
Christiane Reuther

Der Gemeinderat hat bei seiner Sitzung am Montagabend bei einer Gegenstimme der vierten Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" mehrheitlich zugestimmt. Die Überplanung war notwendig geworden, da die Gemeinde auf dem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen bauen möchte. Eine öffentliche Bekanntmachung für die Änderung des Bebauungsplanes war in der im Januar erschienenen Ausgabe der Gemeindenachrichten erfolgt.


Fläche von 1700 Quadratmetern

Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) ging auf die Anhörung der verschiedenen Behörden und Träger öffentlicher Belange ein. Aus der Bevölkerung, den benachbarten Kommunen sowie den verschiedenen Ämtern waren keine größeren Bedenken vorgebracht worden. Die von der Bauleitplanung betroffene Fläche umfasst 1700 Quadratmeter und befindet sich an der nördlichen Erschließungsgrenze des Straßenzuges "Seelohe" in Knetzgau. Aktuell werden diese Fläche sowie die angrenzenden Erweiterungsflächen des Baugebietes "An der Klinge" als intensiv bewirtschaftetes Ackerland genutzt. Eine Grünfläche ist nicht vorhanden. Durch die geplante Nutzung des Grundstückes für ein Mehrfamilienhaus sei in Bezug auf die jetzige Situation keine Beeinträchtigung der Naherholung zu erwarten, heißt es. Angedacht sind auf dem überplanten Grundstück, neben dem Mehrfamilienhaus, auch Flächen für einen Spielplatz sowie Freizeit- und Ruhebereiche.
Diese sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Eine Standortentscheidung bei der Errichtung größerer Mehrfamilienwohngebäude stelle vor allem kleinere Gemeinden vor große Herausforderungen, erläuterte der Bürgermeister während der Sitzung. In klein strukturierten Wohngebieten mit Einfamilienhäusern, wie sie in dörflichen Kommunen üblich sind, könne man solche Vorhaben kaum realisieren. Das Mischgebiet "An der Klinge" bezeichnete Paulus für das Vorhaben als geeignet. Im Bezug auf Baustil und die übrige Nutzung des Mischgebietes mit Wohnhäusern und kleineren Gewerbebetrieben füge sich das Vorhaben in die vorhandene Bebauung ein. Zudem seien zwei große Einkaufsmärkte zu Fuß erreichbar. Ein Bedarf an Wohnungen bestehe, für die anderweitige geeignete Flächen der Gemeinde nicht zur Verfügung stünden.


Fördermittel zur Verfügung

Das Vorhaben wird aus Mitteln des kommunalen Förderprogramms zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern gefördert. Mit der Errichtung eines Mehrfamilienhauses leistet die Gemeinde laut Bürgermeister einen Beitrag zur Entspannung der Wohnungssituation.
Die benötigte Ausgleichsfläche wird aus dem gemeindlichen Ökokonto entnommen.
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