Hirschaid
Auszeichnung

Ein "Bayerischer Löwe" geht auch nach Seigendorf

Von den Anfang April stattgefundenen 40. Bayerischen Amateurfilm-Festspielen (BAF) in Dorfen kehrte der Seigendorfer Filmemacher Klaus Fleischmann mit einem "Bayerischen Löwen" aus Porzellan zurück. 2...
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Klaus Fleischmann (rechts) und Manfred Scholz wurden bei den 40. Bayerischen Amateurfilm-Festspielen (BAF) in Dorfen mit einem "Bayerischen Löwen" ausgezeichnet. Foto: p
Klaus Fleischmann (rechts) und Manfred Scholz wurden bei den 40. Bayerischen Amateurfilm-Festspielen (BAF) in Dorfen mit einem "Bayerischen Löwen" ausgezeichnet. Foto: p

Von den Anfang April stattgefundenen 40. Bayerischen Amateurfilm-Festspielen (BAF) in Dorfen kehrte der Seigendorfer Filmemacher Klaus Fleischmann mit einem "Bayerischen Löwen" aus Porzellan zurück. 26 Filme aus ganz Bayern hatten sich für die Festspiele qualifiziert und wurden öffentlich vorgestellt. Eine internationale Jury, die sich in diesem Jahr ausschließlich aus Frauen zusammensetzte, bewertete die Filme und vergab dann abschließend als Auszeichnung sechs kleine "Bayerische Löwen" und einen großen "Bayerischen Löwen" mit Routenschild an die Autoren.

Klaus Fleischmann und sein Co-Autor Manfred Scholz, beide vom Filmclub 88 Nürnberg/Fürth, erhielten die Auszeichnung für ihre Dokumentation "Herumgeblasen wie Blätter im Wind". Der Film beschreibt das Schicksal der jüdischen Familie Merel, die bis 1939 in Sassanfahrt lebte, ehe sie durch die zunehmenden Repressalien der Nationalsozialisten zur Flucht nach Belgien und später nach Frankreich gezwungen wurde.

Dort wurde das Ehepaar Merel nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges interniert - Mutter Minna starb im Lager, Vater Samuel wurde in Auschwitz ermordet. Die fünf Kinder überlebten auf teils abenteuerlichen Wegen den Holocaust und fanden in Großbritannien beziehungsweise Israel eine neue Heimat. Der Film endete mit der Stolpersteinverlegung 2017 vor dem ehemaligen Wohnhaus der Merels in Sassanfahrt. Jenny Merel kam aus diesem Anlass aus Großbritannien und mit ihr viele Familienangehörige, unter anderem aus Israel, so dass der Film doch auch ein versöhnliches Ende hat.

Das nächste Projekt

Klaus Fleischmann arbeitet jetzt schon an einem neuen Filmprojekt. Es wird wieder eine Dokumentation mit lokalgeschichtlichem Bezug sein und dieses Mal von der Sassanfahrter Pfarrkirche St. Mauritius handeln.

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