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Coburg

Ein Ausrufezeichen zum Abschluss

Rallye-Fahrer Dominik Dinkel aus Rossach gewann mit seiner Beifahrerin Christina Kohl die ADAC-3- Städte-Rallye und beendet die Saison der Deutschen Rallye-Meisterschaft auf dem respektablen zweiten Gesamtplatz.
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Auch von schwierigen Streckenbedingungen ließ sich der Rossacher Dominik Dinkel im Skoda Fabia R5 nicht beeindrucken.  Foto: Sascha Dörrenbächer
Auch von schwierigen Streckenbedingungen ließ sich der Rossacher Dominik Dinkel im Skoda Fabia R5 nicht beeindrucken. Foto: Sascha Dörrenbächer
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Nach dem Sieg bei der Niedersachsen-Rallye standen der Rossacher Dominik Dinkel und seine Beifahrerin Christina Kohl auch beim Finale der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) erneut ganz oben auf dem Siegerpodest. Damit sind sie im Brose Skoda Fabia R5 das erfolgreichste Team des letzten Saisondrittels und haben seit der Thüringen-Rallye die meisten Punkte des gesamten Feldes einfahren können. Das bringt sie in der Endabrechnung der Meisterschaft auf Gesamtplatz 2.
Rechnerisch bestanden vor der ADAC-3-Städte-Rallye sogar noch Chancen auf den Meistertitel. Nämlich exakt dann, wenn bei einem Sieg von Dinkel /Kohl die führenden Marken- und Typenkollegen Fabian Kreim und Frank Christian nicht unter die besten Fünf kommen sollten. Da außerdem René Mandel und Dennis Zenz (Hyundai i20 R5) nur einen Punkt hinter Dinkel/Kohl lagen, blieb nur eine Devise: "Wir fahren hier von Anfang an auf Sieg."


Eine Kurve jagt die nächste

Zehn Bestzeitprüfungen (WP) über insgesamt 128,84 Kilometer standen auf dem Programm der ADAC-3-Städte-Rallye 2017. 53,8 Kilometer davon galt es am ersten Tag zu absolvieren. In Form von zwei je zweimal zu befahrenden Bestzeitprüfungen auf neuem Terrain in Oberösterreich, wo den Aktiven bei schönstem Herbstwetter eine herrliche Rallye-Spielwiese geboten wurde. Die alles beinhaltete, was an Anforderungen überhaupt nur denkbar und möglich ist. Mit Kurve an Kurve, völlig ohne Geraden zum Atemholen. Dinkel und Kohl setzten die erste Bestmarke, knapp vor Fabian Kreim und René Mandel. Auf der 17,72 Kilometer langen Prüfung konterten Kreim/Christian, die beiden Spitzenteams kehrten absolut zeitgleich zum ersten Service nach Karpfham zurück.
In dessen Rahmen wurden auch die Zusatzscheinwerfer montiert, denn die Zweitbefahrung der Österreich-WPs fand im Dunklen statt. Das Brose-Motorsport-Rallye-Team war dabei eine Klasse für sich. Dominik Dinkel und Christina Kohl gewannen sowohl die Prüfung St. Roman 2 (9,18 km) als auch die Wiederholung von Esternberg. Mit 6,4 Sekunden Vorsprung auf Kreim/Christian und deren 19,2 auf Griebel/Rath gingen sie als Gesamtführende in die Übernachtungspause.
Zwei Schleifen waren am Samstag im niederbayerischen Bäderdreieck zu bewältigen. Beginnend jeweils mit dem 7,2 Kilometer kurzen Sprint Haarbach über die Zuschauerprüfung Fellner Arena (7,02 km) führte die Route zum 23,3 Kilometer langen Rundkurs St. Salvator. Regen, der auch zum Rallyestart noch andauerte, hatte die Pisten tückisch werden lassen. Dinkel und Kohl begannen leicht verhalten, um sich sicher auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Das machten nicht alle Verfolger so, die vor der WP 7 ihren Rückstand auf die Führenden etwas minimierten. In St. Salvator reagierten Dominik Dinkel/Kohl mit einer deutlichen Bestzeit darauf und lagen damit wieder 12,9 Sekunden vor Kreim/Christian sowie 31 Sekunden vor Hermann Gaßner/Mayrhofer.
Da der Regen inzwischen aufgehört hatte, präsentierten sich die Strecken erneut in verändertem Zustand. Daher blieben die Bedingungen auch im zweiten und letzten Abschnitt extrem schwierig. Denn trockene, feuchte und nasse Stellen wechselten sich unvorhersehbar ab. Den Vorsprung verwalten und sicher ins Ziel kommen, lautete nun die Vorgabe. Diese setzten Dinkel/Kohl souverän um. Auf der Zielrampe strahlten sie mit ihren Schraubern von Baumschlager Rallye & Racing (BRR) und ihren Fans um die Wette. Dort zog Dominik Dinkel im Interview eine erste, kurze Saisonbilanz: "Dieser Abschluss ist überwältigend. Zum Jahresbeginn hatten wir schon noch etwas Probleme damit, uns auf den drehmomentstarken Brose Skoda Fabia R5 einzustellen. Seit Mitte der Saison fühlen wir uns im Auto so richtig wohl, sind damit vertraut. Bei den zwei zusätzlichen Rallyes in Österreich haben wir nicht nur Selbstvertrauen getankt, sondern auch an uns gearbeitet und viele Details verbessert."


Planungen für 2018 beginnen

Dinkel/Kohl fuhren bei zehn Rallyes neunmal unter die besten Fünf der Gesamtwertung und standen sechsmal auf dem Podest. Je zweimal als Dritte und Zweite, als Sieger bei der Rallye Niedersachsen und bei der ADAC-3-Städte-Rallye. Dem gegenüber steht nur ein Ausfall. Somit haben sie sich sie sich in der Meisterschaft im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang verbessert, sind nun die aktuellen Vize-Champions. Nach der verdienten Party im Anschluss an die Siegerehrung wurden die Gespräche und Planungen für 2018 intensiviert. Denn nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison. Eine echte Pause findet daher nicht statt. uko

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