Thurnau

Eigeninitiative und Engagement

Beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wurden der Markt Thurnau und der Pressecker Ortsteil Reichenbach als Sieger prämiert.
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Der Pressecker Ortsteil Reichenbach und die Marktgemeinde Thurnau sind in diesem Jahr Kreissieger bei dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Foto: Archiv/Matthias Beetz
Der Pressecker Ortsteil Reichenbach und die Marktgemeinde Thurnau sind in diesem Jahr Kreissieger bei dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Foto: Archiv/Matthias Beetz
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Stephan Herbert Fuchs Der Markt Thurnau und der Pressecker Gemeindeteil Reichenbach sind die Gewinner des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" auf Kulmbacher Kreisebene. Beide Orte wurden bei der Abschlussversammlung im Kreisentscheid von Landrat Klaus Peter Söllner, vom Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, Günter Reif, sowie von Kreisfachberater Friedhelm Haun ausgezeichnet.

Zwei erste Preise gab es deshalb, weil der Wettbewerb traditionell zwischen Dörfern unter und über 600 Einwohner unterscheidet. Zweiter bei den Ortschaften über 600 Einwohner wurde der Markt Ludwigschorgast. Bei den kleineren Dörfern belegte Zaubach den zweiten und Triebenreuth den dritten Platz. Beide Orte gehören zu Stadtsteinach.

Zehn Medaillen für den Landkreis

Auch in seiner 27. Auflage hat der Wettbewerb, der früher "Unser Dorf soll schöner werden" hieß, nichts von seiner Faszination verloren. Landrat Söllner sprach von einer Erfolgsgeschichte für den Landkreis Kulmbach. In den zurückliegenden 25 Jahren habe Kulmbach immer auf bayerischer Landesebene mitgemischt und insgesamt zweimal Bronze, sechsmal Silber und einmal Gold geholt. Selbst auf Bundesebene gab es schon einmal Silber für den Landkreis Kulmbach.

Während es in früheren Jahren hauptsächlich darum gegangen sei, dass der Ort möglichst grün war und ordentlichen Blumenschmuck vorzuweisen habe, stünden heute Dinge wie wirtschaftliche Initiativen, soziales Engagement, bauliche Weiterentwicklungen und ökologische Aspekte im Vordergrund. Geblieben ist nach den Worten des Landrats das Zusammenwirken von Kommunen und Vereinen vor Ort, aber auch das ehrenamtliche Engagement vieler Einzelner. Als wesentliche Säulen des Wettbewerbs bezeichnete Söllner deshalb auch die freiwilligen Leistungen, die Eigeninitiative und das Engagement der Bürger.

Fleiß und Schaffenskraft gelobt

Kreisvorsitzender Günter Reif bewunderte Fleiß und Schaffenskraft aller Beteiligten in den Dörfern und den großartigen Einsatz der haupt- und nebenamtlichen Akteure. "Die Ortschaften und unsere Heimat brauchen Menschen wie Sie", sagte der Kreisvorsitzende zu den Mitstreitern.

Zwei Jahre lang habe sich Thurnau unter Federführung des Gartenbauvereins auf den Wettbewerb vorbereitet, erklärte Bürgermeister Martin Bernreuther. Nicht nur wegen des ersten Platzes habe sich die Mühe gelohnt. Der Wettbewerb sei auch eine gute Gelegenheit, den Ort zu präsentieren.

Der Jury gehörten unter der Leitung von Kreisfachberater Friedhelm Haun der frühere Kreisbaumeister Reinhold Dippold, Naturschutzfachkraft Alexander Kusche, Kreisbäuerin Beate Opel, Günter Reif als Vorsitzender des Kreisverbandes Gartenbau, der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz, Erwin Schiffelholz, und Kreisheimatpfleger Siegfried Sesselmann an. Sie alle hatten die fünf Ortschaften an zwei Tagen im Juli besucht und sich anhand zahlreicher Bewertungskriterien ein Bild gemacht.

Neben einer Urkunde gab es für alle Siegerdörfer die begehrte Tontafel aus einer Töpferei in Motschenbach. Die beiden Erstplatzierten werden den Landkreis Kulmbach im kommenden Jahr auf Bezirksebene vertreten.

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