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Höchstadt a. d. Aisch

Eigene Genossen fordern Rücktritt

Höchstadts Zweiter Bürgermeister soll sein Amt wieder abgeben, weil er mit einer AfD-Stimme gewählt wurde.
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Günter Schulz
Günter Schulz

Die Turbulenzen nach der Wahl des Zweiten Bürgermeisters in Höchstadt halten an. Mit einer Stimme Mehrheit war am vergangenen Montag der amtierende Zweite Bürgermeister Günter Schulz (SPD) vom Stadtrat in seinem Amt bestätigt worden. Weil aber bei der Abstimmung der neue AfD-Vertreter im Rat das Zünglein an der Waage war, fordern jetzt SPD-Ortsvorsitzende Mechthild Weishaar-Glab und Fraktionssprecher Andreas Hänjes ihren Parteigenossen Günter Schulz auf, sein Amt wieder niederzulegen.

Persönliche Entscheidung

In einer Stellungnahme schreiben die beiden: "Wir sind nicht nur seit Jahren mit voller Hingabe im Höchstadter Stadtrat, sondern auch überzeugte Sozialdemokraten. Nachdem die AfD ihre Stimmabgabe jetzt öffentlich erklärt hat, können und wollen wir ein Amt, das nur mit einer ausschlaggebenden Stimme eines AfD-Mitgliedes gewählt wurde, nicht unterstützen."

Weishaar-Glab und Hänjes bitten Günter Schulz jetzt, von seinem Amt wieder zurückzutreten. Sie betonen allerdings auch, dass es seine persönliche Entscheidung ist und bleibt.

Die beiden SPD-Stadträte, die zusammen mit Günter Schulz nur noch eine Dreier-Fraktion im neuen Stadtrat bilden - zwei Sitze hat die SPD bei den Stadtratswahlen verloren - wünschen sich, "dass nach einer Amtsniederlegung von Günter Schulz neue klare Mehrheitsverhältnisse abseits der AfD gefunden werden".

Erklärung kommt heute

Ob Günter Schulz dem Wunsch seiner beiden Parteigenossen folgen wird, wollte er dem FT gestern noch nicht verraten. Seine Entscheidung will er in einer Pressekonferenz am heutigen Montag bekanntgeben und auch begründen. ad

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