Löbelstein
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Ehrenamtliche werden dringend gebraucht

Feuer und Wasser seien Elemente, mit denen die Feuerwehr umgehen müsse. Sie habe dafür zu sorgen, dass sie nicht zu dominant würden, stellte Coburgs Oberbür...
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Feuer und Wasser seien Elemente, mit denen die Feuerwehr umgehen müsse. Sie habe dafür zu sorgen, dass sie nicht zu dominant würden, stellte Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer in seinem Grußwort bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Löbelstein heraus. Die Einsatzstunden der Feuerwehr Löbelstein hätten sich von 189 im Jahr 2016 auf 384 im Jahr 2017 um fast das Doppelte erhöht. "Die Anforderungen an eine ehrenamtliche Feuerwehr steigen", sagte der OB. Der Digitalfunk, eine immer kompliziertere Technik und der Paragrafendschungel der Bürokratismus machten es den Ehrenamtlichen nicht leichter. Junge Menschen für den Dienst bei der Feuerwehr zu finden, werde immer schwieriger. Die freiwilligen Feuerwehren würden in großer Zahl benötigt, denn in Bayern gebe es nur sieben Berufsfeuerwehren. Gemeinsam rückten sie jährlich für rund 220 000 Einsätze aus. Das bedeute, dass alle zwei Minuten im Durchschnitt irgendwo in Bayern die Feuerwehr alarmiert werde. Tessmer dankte der Wehr im Namen der Stadt für ihr Engagement und übernahm an dem Abend die Kosten für die Getränke.
Vorsitzender Roland Zimmermann sagte, bei Problemen habe der Feuerwehrverein bei der Stadt Coburg stets ein offenes Ohr gefunden. Die Feuerwehr Löbelstein hatte am Ende des Jahres 2017 einen Stand von 28 Aktiven, darunter ein Feuerwehranwärter. Diese Zahlen nannte Kommandant Stefan Reingruber. Die Wehr wurde neun Mal alarmiert, darunter waren Alarme auf der Veste Coburg, Bäume lagen über der Straße, es gab einen Kaminbrand und eine Person lag im Wasser. Die Löbelsteiner Wehr wurde für die ICE-Tunnel eingewiesen und ist zuständig für zwei Rettungsplätze. 1182 Übungs- und Ausbildungsstunden wurden allein in Löbelstein geleistet.
Die Atemschutzgeräteträger wurden komplett mit neuen Anzügen ausgestattet, von deinen jeder rund 1000 Euro kostet. Die alten Anzüge waren nach den Worten von Reingruber teilweise 20 Jahre alt. Jetzt hoffe die Wehr, dass es bald Schutzhandschuhe gebe. Ende März bekam die Wehr das erste wasserführende Erstangriffsfahrzeug in der Geschichte der Feuerwehr Löbelstein. Es wird, so der Kommandant, aber voraussichtlich zeitnah durch ein LF 8/6 (Löschgruppenfahrzeug) ausgetauscht werden. Die Feuerwehr Löbelstein hoffe, dass in diesem Jahr mit den Planungen für den Ausbau des Feuerwehrhauses begonnen werde, um dann 2019 mit dem Ausbau beginnen zu können, sagte Reingruber.
Schließlich ging er auf die Parksituation bei der Air-Show auf der Brandensteinsebene im vergangenen Jahr ein. Mit der Verkehrsregelung sei dieses Event nicht mehr zu machen. Die Verkehrsteilnehmer hätten keinerlei Respekt vor dem Feuerwehrmann gezeigt, beklagte Reingruber. W. Desombre


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