Ebern

Ebern sollte an Kompromisslösungen denken

Zum Leserbrief "Das geplante Hochregallager sichert Arbeitsplätze und schafft neue Stellen" vom Donnerstag, 23. Januar, auf der FT-Seite 11: Auch ich bin der Meinung, dass die Sicherung von Arbeitsplä...
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Zum Leserbrief "Das geplante Hochregallager sichert Arbeitsplätze und schafft neue Stellen" vom Donnerstag, 23. Januar, auf der FT-Seite 11: Auch ich bin der Meinung, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen und der Erhalt von Steuergeldern für eine Kleinstadt wie Ebern absolut wichtig sind, aber: 1. Zur Aussage: "Es kommen x Arbeitsplätze hinzu." Dazu war die Aussage des Sprechers von Uniwell anlässlich der Informationsveranstaltung in Eyrichshof im Sommer 2019 sinngemäß wie folgt: "Durch das neue Lager werden vielleicht 35 Arbeitsplätze geschaffen, nicht nennenswert, die Arbeitsabläufe sind hochautomatisiert." 2. Zur Aussage: "Die Stadt bekommt Steuergelder." Gibt es denn Garantien, dass für die nächsten Jahre Steuergelder für die Stadt fließen, das heißt, dass der Firmensitz in Ebern beibehalten und nicht verlagert wird? 3. Bürgerbegehren haben nicht notwendigerweise nur das Ziel, eine Entscheidung für oder gegen ein Projekt herbeizuführen, sondern es geht auch darum, Kompromisslösungen zu suchen (statt das Lager in der geplanten Form durchzudrücken). Das heißt, ist eine niedrigere Gebäudehöhe für unser Landschaftsbild nicht weit verträglicher? Kann notfalls das Gebäude nicht tiefer gelegt werden? Gibt es Auflagen hinsichtlich der Gestaltung, zum Beispiel Begrünung des Geländes?

Die Berücksichtigung von Landschafts- oder Naturbelangen hat ähnlich wie die Gestaltung eines Stadtbildes natürlich ihre Kosten, aber nachfolgende Generationen werden es danken, wenn man sich hier Gedanken macht und zu einem Interessenausgleich kommen würde.

Helga Merkl

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