Ebern

Ebern denkt an seine Senioren

Die Stadt dankte den Älteren bei einer Veranstaltung in der Frauengrundhalle und informierte über Vorhaben.
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Mit von der Partie war der Gesangverein Eyrichshof, der unter Leitung von Werner Knoch die Senioren in Ebern unterhielt.  Foto: Helmut Will
Mit von der Partie war der Gesangverein Eyrichshof, der unter Leitung von Werner Knoch die Senioren in Ebern unterhielt. Foto: Helmut Will

Die Stadt Ebern und das Bayerische Rote Kreuz hatten am Sonntagnachmittag zur Seniorenweihnachtsfeier in die Frauengrundhalle geladen. Viele Senioren über 70 Jahre kamen, um einige besinnliche und gemütliche Stunden zu verbringen.

Eine Bläsergruppe des Blasorchesters Ebern stimmte mit ihren Liedern auf die Feierstunde ein, bevor Bürgermeister Jürgen Hennemann ein Grußwort an die Senioren richtete. "Zusammenkommen ist wichtig, vor allem für ältere Menschen, die alleine sind, damit sie nicht vereinsamen", sagte der Bürgermeister. Die Stadt lade gerne zu der jährlichen Feier ein, auch um die Lebensleistung der Senioren zu würdigen. Gleich drei Musikgruppen und zwei Pfarrer seien gekommen, um den Tag zu einem Erlebnis werden zu lassen, unterstrich Jürgen Hennemann.

Projekte für die Senioren

Er ging auf verschiedene Projekte ein, mit denen die Stadt die Lebenssituation der Senioren verbessern wolle. Er nannte das geplante Altenheim der Diakonie im Baugebiet Mannlehn am Ende der Lützeleberner Straße und die geplanten behindertengerechten Wohnungen an der Gymnasiumstraße, an der Angerstraße und an der Beethovenstraße. Er ging auf die Bürgernetzgemeinschaft und den Bürgerbus ein, mit denen man den Senioren zur Seite stehen wolle.

Von der Musikschule Ebern gaben der zehnjährige Hennig Pohley mit seiner Trompete und Michael Schleicher am Klavier einige weihnachtliche Lieder zum Besten, bevor Isabell Zimmer, die im Stadtrat Ebern als Integrations- und Seniorenreferentin tätig ist, etwas ganz Neues bekanntgab: "Wir starteten eine kleine Wunschaktion für Senioren, wozu in der ,Leseinsel' ein Flohmarkt für Senioren abgehalten wurde." Heraus kam dabei eine Wunschbaumaktion auch für Senioren, die nicht mehr ihr Zuhause verlassen können. "Wir stellen einen Wunschbaum auf, an dem Senioren ihre Wünsche äußern können." Das könne ein Friseurtermin oder einer für eine Fußpflege sein. Die Caritas erstelle eine Liste hierüber. Die Wünsche werden laut Zimmer anonym erfasst. "Ich hoffe, dass das nächstes Jahr noch ausgeweitet werden kann", so Isabell Zimmer.

Unter den Senioren war auch Edith Fuchs aus Ebern. "Ich habe mich gefreut, dass diese Veranstaltung wieder stattfindet, ich war schon öfters da und es war immer recht nett. Besonders die Musik freut mich auch, und wenn ich auf den Tisch blicke, muss ich sagen, dass der hervorragend dekoriert ist. Ich lasse mich überraschen, was heute noch alles kommt."

Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Daniel Brunnhuber vom Roten Kreuz Haßberge, dessen Team für Dekoration und Bewirtung zuständig war, sagte besinnliche Worte.

Die Stille

Die beiden Geistlichen Pater Rudolf Theiler (Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde) und Pfarrer Bernd Grosser (Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde) wirkten mit. Gerade in dieser Zeit könne man sein Herz öffnen in einer Gemeinschaft mit Liedern und schönen Geschichten, erklärten sie. In den Mittelpunkt ihres Dialogs stellten die Geistlichen die Stille. Nach den Worten von Pater Theiler wissen zehn Prozent der Bundesbürger nicht, warum sie Weihnachten feiern. "In Liedern und Geschichten gehe es um Gott und um die Stille, die Weihnachten ausstrahlt", sagte Grosser. Er ging auf den Konfirmandenunterricht ein, der Meditation zum Inhalt hatte. Danach habe eine Konfirmandin gesagt, dass sie die Ruhe mitnehme, die sie in der Mediation erfahren habe. Stille sei etwas anderes als Ruhe, Stille habe etwas mit Gott zu tun, in der er auch erscheine.

Pater Rudolf Theiler ergänzte, dass man in der Stille ein Licht anzünden könne und hierbei erfahre man, dass auch das kleinste Licht das Dunkel erhelle. Jeder habe in der hektischen Zeit die große Sehnsucht, zur Ruhe zu kommen.

Mit großen Augen

Pfarrer Grosser verknüpfte mit der Stille die Geburt seiner Tochter. Als das Kind geboren war, habe es ihn mit großen Augen angesehen, sei ganz still gewesen, bevor es losschrie.

Nach weiteren Liedvorträgen des Gesangvereins Eyrichshof klang die besinnliche Feier aus. Mit der Ruhe war es da vorbei.

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