Neuenmarkt

E-Ladesäulen werden installiert

Ein Standort ist auf dem Parkplatz des DDM, der zweite muss noch festgelegt werden.
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Auf dem Parkplatz des Deutschen Dampflokomotiv-Museums soll eine E-Ladesäule für Kraftfahrzeuge entstehen. Foto: Werner Reißaus
Auf dem Parkplatz des Deutschen Dampflokomotiv-Museums soll eine E-Ladesäule für Kraftfahrzeuge entstehen. Foto: Werner Reißaus

Die Urlaubszeit machte sich nun auch im Neuenmarkter Gemeinderat bemerkbar. Gleich sieben Mandatsträger waren wegen Urlaubs entschuldigt. Dementsprechend klein fiel die Tagesordnung aus, der öffentliche Teil dauerte gerade mal eine knappe Stunde.

Die wichtigste Entscheidung: Der Gemeinderat will eine E-Ladesäule für Autos und eine für Fahrräder installieren lassen. Die Kosten dafür werden sich auf rund 7000 Euro belaufen. Während die Kfz-Ladesäule auf dem Parkplatz des Deutschen Dampflokomotiv-Museums aufgebaut werden soll, ist der Standort der Ladesäule für die Fahrräder noch unklar. In Frage kommen der Gemeindesaal oder das Bauhofgebäude am Rathaus.

Wie Bürgermeister Siegfried Decker (NG) dazu berichtete, hat sich der Gemeinderat im Vorfeld bereits grundsätzlich für die Installation öffentlicher E-Ladesäulen ausgesprochen und entsprechende Mittel im Haushalt eingeplant." Zum Tragen kommt das Angebot der Firma N-Ergie aus Nürnberg. Hier muss lediglich die Parkfläche zur Verfügung gestellt werden, denn die N-Ergie bleibt Eigentümer und Anlagenbetreiber und stellt den sicheren Betrieb über die Nutzungsdauer von mindestens sechs Jahren sicher. Die Gemeinde leistet einen einmaligen Betriebskostenzuschuss von 2500 Euro und trägt anteilige Netzanschlusskosten von 3500 Euro.

Wesentlich günstiger ist dagegen die Ladestation für E-Bikes, die vom Bayernwerk für rund 200 Euro angeboten wird. Zunächst soll allerdings noch die mögliche Förderung für die Kfz-Ladesäule abgewartet werden, bevor die Firma N-Ergie mit den Arbeiten beauftragt wird.

Gemeinderat Carsten Warzecha (SPD-Offene Liste) sprach sich dafür aus, die Ladestation für die E-Bikes am Bauhof anzubringen und nicht am Gemeindesaal, um sie gegen möglichen Vandalismus besser zu schützen. Warzecha warb ebenso wie sein Fraktionskollege Alfred Faßold dafür, den DDM-Parkplatz auch für Stellplätze von Campingwagen in die Diskussion zu bringen und dafür im Zusammenhang mit der E-Ladesäule für die Elektroautos gleichzeitig auch die Infrastruktur für Camper zu schaffen. Hier war Bürgermeister Decker allerdings der Meinung: "Das geht nicht von heute auf morgen und das muss erst mit dem Zweckverband des DDM abgesprochen werden."

Ulrich Stelter (NG) hatte im Internet günstigere Kosten für E-Ladesäulen ausgemacht und stimmte als Einziger dann auch gegen die E-Ladesäulen am DDM-Parkplatz sowie am Gemeindesaal beziehungsweise am Bauhof.

Für die Renovierung des Eingangsbereiches im Sportheim erhält der FC Neuenmarkt einen Zuschuss zu den Materialkosten von 1800 Euro. Außerdem kündigte Bürgermeister Decker die Auszahlung der Vereinsförderung und der Übungsleiterpauschalen an; die Mittel dafür seien im Haushalt 2019 bereitgestellt. Die Arbeiten für die Erneuerung des Eingangsbereiches wurden nahezu ausschließlich in Eigenleistungen der Vereinsmitglieder vorgenommen.

Für die Mitarbeiter im Rathaus wird neue Hard- und Software angeschafft. Die aktuellen PCs aus dem Jahr 2013 kommen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit; außerdem wird das derzeitige Betriebssystem Windows 7 von Mircosoft ab Januar 2020 nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt, wodurch die vom Freistaat Bayern geforderte Informationssicherheit nicht mehr gewährleistet wäre. Dem Gremium lagen zwei Angebote vor, wobei die örtliche Firma Mücom mit 14 664 Euro das günstigste Angebot abgab. Sie erhielt auch den Auftrag.

Mit einer weiteren Änderung des Bebauungsplanes "An der Steigengasse" wird das Bauen für mehrere Bauwerber erleichtert, das heißt, die Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Dachform, der Nebengebäude und der Fassade wird erweitert.

Bürgermeister Siegfried Decker gab noch die Genehmigung des Haushaltsplanes 2019 durch das Landratsamt Kulmbach bekannt. Zusammenfassend stellte Decker dazu fest: "Insgesamt ist die kommunale Finanzsituation der Gemeinde noch recht erfreulich. Wir können gezielt wichtige Investitionsmaßnahmen durchführen und unsere laufenden Aufgaben finanzieren."

Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit seinen Nebengebäuden kommt beim Bayerischen Städtebauförderungsprogramm zum Zug. Laut Bürgermeister Decker könne der DDM-Zweckverband auf eine Förderung von 815 000 Euro aus Landesmitteln setzen; die Gesamtkosten betragen 939 000 Euro.

Ortsdurchfahrt wird saniert

Weiter gab Decker bekannt, dass das Staatliche Bauamt in diesem Monat eine Fahrbahnsanierung der Staatsstraße 2183 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Hegnabrunn und Neuenmarkt durchführen wird.

Der geplante Sanierungsabschnitt beginnt zwischen dem Rathaus Neuenmarkt und der Einmündung Dorfstraße/Unterer Anger und endet nach der Einmündung Breslauer Straße / Alte Siedlung.

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