Scheßlitz

E-Auto und Schilderklau

Auch manche Kuriosität wies die Tagesordnung in Scheßlitz auf.
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War's Zufall? War's Absicht? So kurz nach dem für so manchen Teilnehmer überaus kurzen Wochenende in Scheßlitz mit "Langer Nacht" und "Schäätzer Biergenuss"? Jedenfalls so kurz wie die Tagesordnung der 121. Stadtratssitzung war auch die Sitzung im öffentlichen Teil.

Zwei Bauanträgen von Privatpersonen wurde kurz und knapp zugestimmt. Ebenfalls wurde der Dorsch-Deinlein Biogas GmbH in Neudorf im Rahmen des Vollzugs des Bundes-Immissionsschutzgesetzes die Genehmigung auf "Änderungen der Anlage zur Erzeugung von Strom und Wärme durch den Einsatz von Biogas (Biogasanlage)" erteilt. Errichtet werden Havariebecken als Wanne sowie Gasaufbereitung. Zur Aufstellung des neuen 3 kW-Aggregats wird die Mehrzweckhalle erweitert.

Einwände gab es auch nicht gegen die "Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung Frauendorf-Ost" der Stadt Bad Staffelstein im Rahmen der Beteiligung von Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.

Es kommt selten vor, dass der Tagesordnungspunkt "Sonstiges" länger dauert als alle vorangehenden Punkte zusammen. Bürgermeister Roland Kauper (CSU) verkündete die neueste Meldung aus dem Landratsamt Bamberg, dass keine neue Stromtrasse durch den Landkreis führen werde.

Erfolgskonzept

Ebenfalls verwies er auf das Erfolgskonzept integra-Mensch sowie den voraussichtlich am 3. Oktober stattfindenden Tag der Offenen Tür in der Juraklinik.

Bei der Mobilfunkmessung stehe Scheßlitz recht gut da, so Kauper. Lediglich zwei Stellen seien unterversorgt. Eine im Jura und eine im Gebiet von Wattendorf. Weitere Schritte dazu werden folgen. Der Bürgermeister wies ferner darauf hin, dass die Stadt ein neues E-Fahrzeug in Dienst gestellt hat.

Aus dem Kreis der Räte wurde erneut das Thema Seilersgasse in Burgellern angesprochen. Hier verwies Kauper darauf, dass eine Lösung gemeinsam mit dem Pausdorfer Weg gefunden werden müsse. Eine Sperrung, die übrigens keiner wolle, sei vom Tisch. Ein Trugschluss sei es aber zu glauben, dass mit der Straßenbauabgabe quasi eine Befreiung für die Durchfahrt einher gehe. Für die Verkehrssicherheit sei die Stadt verantwortlich. Ende Juni oder Anfang Juli soll dazu eine gesonderte Versammlung stattfinden.

Zu hoch oder zu niedrig?

Ein Problem mit Schildern gibt es offensichtlich in Giech. Hierbei ging es um ein Verkehrsschild, das für den einen zu niedrig und für den anderen zu hoch befestigt wurde. Während sich der eine die Schulter anhauen könne, treffe es den anderen eher am Kopf. Aber so ganz klar ist man/frau sich im Stadtrat auch nicht, wer denn das Schild überhaupt an dieser Stelle zu welchem Zweck veranlasst und aufgestellt habe.

Selbst der Erste Bürgermeister traute sich unlängst nicht, mit seinem Fahrrad am Schild vorbei zu fahren, nachdem laut diesem besagten Schild der Weg am Bach für Fußgänger frei und für Radfahrer verboten sei. Jetzt soll nicht nur die richtige Höhe des Schildes überprüft werden, sondern auch, ob das Schild überhaupt notwendig ist.

Und da man/frau schon einmal bei der Beschilderung war, wurde im Stadtrat auch zur Sprache gebracht, dass man es in Giech jetzt nicht mehr nur mit aus der Verankerung gerissenen und umgeworfenen Schildern zu tun habe, sondern mittlerweile auch der Schilderklau umgehe. Auch dem wird nachgegangen werden.

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