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Forchheim
KOMMENTAR von Ronald Heck

Dumm und undemokratisch

Dass Wahlplakate mutwillig zerstört oder verunstaltet werden, wie jetzt an mehreren Stellen im Landkreis Forchheim, ist leider nichts Neues. Praktisch bei jeder Wahl halten es manche Chaoten für nötig...
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Dass Wahlplakate mutwillig zerstört oder verunstaltet werden, wie jetzt an mehreren Stellen im Landkreis Forchheim, ist leider nichts Neues. Praktisch bei jeder Wahl halten es manche Chaoten für nötig, politische Poster zu beschmieren, zu bekritzeln oder herunter zu reißen. Die Sachbeschädigung von Wahlwerbung ist und bleibt ein Unding: Die Täter sind dumm und undemokratisch.

Das wollen die Schmierer und Vandalen bestimmt nicht einsehen - aber ihre Taten sind kein politisches Statement, sondern ein politisches Armutszeugnis. Wer still und heimlich Wahlplakate mit Hitlerbärtchen, Hakenkreuzen und Farbattacken verunstaltet, bezieht nicht Stellung gegen Parteien, sondern verunglimpft den demokratischen Wahlkampf.

Und jetzt ist es eben wieder soweit: Einen Monat vor der Bayerischen Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober lächeln uns die Politiker von jeder Straßenecke entgegen. Mit einfachen Aussagen und Hochglanz-Portrait-Fotos wollen die Parteien uns überzeugen, bei ihnen ihr Kreuzchen zu machen. Nicht mehr und nicht weniger. Zugegeben: Die Flut an Wahlplakaten mit ihren grinsenden Gesichtern, hohlen Phrasen oder bewussten Provokationen können einem gehörig auf den Wecker gehen. Man muss die Sprüche und die Politiker auch gar nicht mögen - aber man sollte sie für die Kürze der Wahlkampf-Zeit tolerieren.

Und was bleibt unter dem Strich von der hirnlosen Sachbeschädigung im Landkreis Forchheim: Mehr Arbeit für die Polizei und die ehrenamtlichen Wahlkampfhelfer. Kurzum: Wer Wahlwerbung zerstört, macht nicht den Politiker auf dem Plakat lächerlich - sondern sich selbst.

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