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Erlangen
Gericht

Drogenbande aufgeflogen

Sechs Angeschuldigte müssen sich seit gestern vor dem Oberlandesgericht in Nürnberg für den Handel mit Marihuana und Kokain verantworten. Anfang 2019 beschlossen sie, in Hamburg Drogen von einem bishe...
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Sechs Angeschuldigte müssen sich seit gestern vor dem Oberlandesgericht in Nürnberg für den Handel mit Marihuana und Kokain verantworten. Anfang 2019 beschlossen sie, in Hamburg Drogen von einem bisher unbekannten Verkäufer anzukaufen und diese nach Erlangen zu bringen. Dann wollten sie diese in der Umgebung weiterverkaufen und mit dem Gewinn ihren Lebensunterhalt finanzieren.

Einer der Angeklagten war in Hamburg ansässig und organisierte den Ankauf. In regelmäßigen Abständen lieferte er die Drogen zu den in Erlangen wohnenden Angeklagten und besprach mit diesen die weitere Vorgehensweise. Täglich trafen sich die Angeklagten, um anstehende Transportfahrten mit drei Kurieren zu besprechen. Die Drogen wurden in Erlangen und Umgebung verkauft.

Verhandlungen wurden getrennt

In insgesamt acht bekannten Fällen verkaufte einer der Männer Marihuana und Kokain. Am 25. Juni 2019 konnte die Polizei 37,38 Gramm Marihuana und 31,44 Gramm Haschisch konfiszieren. Über 76 000 Euro konnten die Täter mit dem Handel der Drogen erlösen - und machten sich damit des bandenmäßigen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln strafbar.

Wie Pressesprecher Friedrich Weitner mitteilte, wurde gestern jedoch nur noch über einen der Beschuldigten verhandelt. Die anderen Angeklagten werden gesondert in Verhandlungen bearbeitet. Der 22-jährige Angeklagte äußerte sich nicht zu dem Sachverhalt, sondern ließ seinen Verteidiger sprechen.

Nun sollen noch Zeugen zum Sachverhalt befragt werden. Am Donnerstag, 9. April, ist mit einer Urteilsverkündung zu rechnen. tes