Ludwigsstadt
Naturschutz

Dringend gesucht im Frankenwald: die Kleine Hufeisennase

Die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) wurde zur Fledermaus des Jahres 2018 gewählt. Damit steht die in Bayern stark gefährdete Fledermaus ein Jahr lang im Rampenlicht. Die Kleine Hufeisen...
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Die hufeisenförmige Nase ist das Kennzeichen dieser selten gewordenen Fledermausart. Foto: J. Jansons
Die hufeisenförmige Nase ist das Kennzeichen dieser selten gewordenen Fledermausart. Foto: J. Jansons
Die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) wurde zur Fledermaus des Jahres 2018 gewählt. Damit steht die in Bayern stark gefährdete Fledermaus ein Jahr lang im Rampenlicht.
Die Kleine Hufeisennase ist leicht zu erkennen. Sie hängt frei von der Decke und hüllt sich im Schlaf, anders als die übrigen Fledermausarten, nahezu komplett in ihre Flughäute ein. Charakteristisch ist auch ihre hufeisenförmige Nase. Im Thüringer Schiefergebirge haben einige Bestände den Einsatz der bis in die 1970er Jahre viel verwendeten Pestizide wie DDT überlebt. 2014 gelang es, erstmals auch wieder Tiere im Frankenwald, in der Gemeinde Ludwigsstadt, nachzuweisen. Mittlerweile erholen sich die Bestände leicht.
Nun liegt viel daran, die Öffentlichkeit für die Ansprüche dieser Art zu sensibilisieren. Denn sie wohnt gerne als heimliche Untermieterin während des Sommers in Scheunen und Dachstühlen. Hier ist sie besonders von energetischen Sanierungen oder dem Verfall des Quartiers betroffen.
Als Insektenjägerin vertilgt die Kleine Hufeisennase Nachtfalter, Stechmücken, Eintagsfliegen und andere Insekten, die sie im Wald, in Streuobstbeständen und entlang von Hecken findet. Im Winter ziehen sich die Kleinen Hufeisennasen in die Höhlen des Schiefergebirges oder Felsenkeller mit großem Einflugloch in der Türe zurück.
Wer eine Kleine Hufeisennase bei sich im Dach oder im Keller entdeckt, meldet den Fund bitte an: Kathrin Wolf-Wunder, Tel. 0157/83926816, E-Mail: KathrinWolf89@yahoo.de. Jeder Hinweis ist ein Puzzlestück für das Überleben der Art. Die Erhebungen zum Vorkommen sind Bestandteil eines vom Umweltministerium geförderten Biodiversitätsprojekts der Regierung von Oberfranken. Informationen finden Sie unter www.reg-ofr.de/biodiv. red


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