LKR Haßberge

Drei Teams, ein Ziel: drinbleiben

Für den FSV Krum, den TSV Knetzgau und die DJK Dampfach stehen bereits die ersten Punktspiele an. Nur die Krumer Ausgangsposition ist einigermaßen komfortabel.
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Besonders auf die Nachbarderbys in der Bezirksliga freuen sich die Fußballfans im Kreis. Der Dampfacher Torjäger Patrick Winter (rechts) und der Knetzgauer Spielertrainer Matthias Strätz (Mitte) liefern sich ein Kopfballduell.  Foto: Günther Geiling
Besonders auf die Nachbarderbys in der Bezirksliga freuen sich die Fußballfans im Kreis. Der Dampfacher Torjäger Patrick Winter (rechts) und der Knetzgauer Spielertrainer Matthias Strätz (Mitte) liefern sich ein Kopfballduell. Foto: Günther Geiling
13 Begegnungen haben der FSV Krum und der TSV Knetzgau noch zu bestreiten, 14 die DJK Dampfach, ehe für sie am 19. Mai die Saison in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost endet. Bereits am kommenden Wochenende stehen für alle drei Teams die ersten Punktspiele nach nach der Winterpause auf dem Programm. Zum Stand der Vorbereitungen sowie den Erwartungen und Zielen bis zum Saisonende äußerten sich die Trainer der drei Mannschaften.

Wie sind Sie mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden?
Tobias Burger (FSV Krum, (6. Platz/25 Punkte): Subjektiv, also mit dem, was wir beeinflussen konnten, bin ich sehr zufrieden. Die Trainingseinheiten waren sehr gut, auch das viertägige Trainingslager in Oberstaufen mit einem Testspiel auf Kunstrasen. Alle Testspiele haben stattgefunden, und wir haben immer ordentliche Leistungen gezeigt, so wie gegen den FC Coburg, auch wenn wir mit 0:2 verloren haben. Aber da waren wir nur elf Mann. Es war also eine wirklich gute Vorbereitung. Was die Witterungs- und Platzverhältnisse angeht, war es natürlich weniger schön, aber damit haben die anderen Mannschaften auch zu kämpfen.
Matthias Strätz (TSV Knetzgau, (14./14): Die Vorbereitung war in Ordnung, auch wenn nur wenige Spiele stattgefunden haben. Wir haben aber viel gemacht, Mitte Januar auch auf dem Kunstrasen in Sand, als der noch frei war. Unser Testspiel gegen Pfarrweisach ist abgebrochen worden, weil nach einem Zweikampf ein Pfarrweisacher Spieler gestürzt ist, einer unserer Spieler ist ihm unglücklich auf die Hand getreten, und da ist ein kleines Stück vom Finger abgerissen worden. Danach waren sich alle einig, dass wir nicht weiterspielen wollten.
Enrico Wetz (DJK Dampfach, 13./14): Zwei Vorbereitungsspiele mussten wir absagen, aber drei haben wir gespielt, 4:4 gegen Wülfershausen, 0:2 gegen Schwebenried und zuletzt 2:1 gegen Königsberg. Angesichts der Platzverhältnisse können wir zufrieden damit sein. Beim Training bleibt es dabei, dass es angesichts unseres sehr kleinen Kaders schwierig ist. Unser Torwart Frank Fröhlich fällt mit einem Bänderriss noch aus, da haben wir mit Malte Schulze-Happe Ersatz geholt. Und Sercan Yenjai ist aus beruflichen Gründen jetzt in der Schweiz und steht nur in den Spielen zur Verfügung, wenn wir ihn brauchen.

Sind alle Spieler an Bord oder gibt es Ausfälle?
Tobias Burger: Stand jetzt stünden fast alle zur Verfügung. Torwart Stefan Klemm ist zwar verletzt und muss noch ein, zwei Wochen pausieren, aber da haben wir guten Ersatz. Osman Tunc, Franco Pasquot und Ramon Räth sind angeschlagen, da muss man abwarten. Aber wir haben ja mit Andre Stößlein und Manuel Wehner zwei Neuzugänge, insofern haben wir personell mehr Möglichkeiten.
Matthias Strätz: Wir hatten im Winter zwei Abgänge. Andy Müller ist zum TV Haßfurt zurückgekehrt, Kenny Reichardt ist nach Kleinsteinach gewechselt. Neuzugänge haben wir keine, aber Daniel Huth, der wegen Bandscheibenbeschwerden fast die ganze Vorrunde gefehlt hat, kehrt wieder zurück. Sven Tropper ist nach seinem Kreuzbandriss im März 2017 wieder im Aufbautraining, das dauert zwar noch ein paar Wochen, aber bei ihm ist alles in Ordnung. Und René Knop, der aus familiären Gründen bisher kaum dabei war, ist ebenfalls wieder zurück.
Enrico Wetz: Wie gesagt, fehlt uns unser Torwart. Ein paar Spieler sind angeschlagen, müssten aber einsatzfähig sein. Noch nicht dabei ist Lois Jilke nach seinem Kreuzbandriss. Er ist einer der besten Spieler der Liga und fehlt uns sehr. Vielleicht kommt er noch vor Saisonende zurück. Bei Sebastian Arnold, der ebenfalls einen Kreuzbandriss hatte, wird das wohl nichts mehr.

Was wollen Sie von Ihrer Mannschaft in den restlichen Spielen bis zum Saisonende vor allem sehen?
Tobias Burger: Vor allem immer drei Punkte, das ist die Wunschvorstellung, das wird aber so nicht passieren. Aber wir wollen in jedem Spiel alles dafür tun. Wenn dann der Gegner besser ist und gewinnt, ist das auch in Ordnung. Wir wollen jedoch jedem Gegner 90 Minuten lang einen harten Kampf liefern und es ihm so schwer machen, dass er froh ist, wenn das Spiel abgepfiffen wird.
Matthias Strätz: Es ist wichtig, dass wir da weitermachen, wo wir vor der Winterpause aufgehört haben. Wir haben lange gebraucht, um in der Bezirksliga anzukommen, und waren in der ersten Hälfte der Vorrunde nicht bezirksligatauglich. Da hatten wir Probleme mit dem Zweikampfverhalten und damit, dass in der Bezirksliga alles schneller geht. Das wurde dann aber besser, wir sind ebenbürtig geworden und haben Punkte geholt. Mit demselben Engagement und derselben Laufbereitschaft müssen wir auch in den ersten Spielen nach der Winterpause auftreten, denn die sind für uns schon verdammt wichtig.
Enrico Wetz: In der vergangenen Saison, als wir Vierter wurden und im Kreispokalfinale waren, waren wir spielerisch und taktisch nicht so flexibel wie jetzt. Aber da wir so einen kleinen Kader haben und im Training immer wieder Leute fehlen, ist der Fitnesszustand nicht zufriedenstellend. Das müssten wir ändern, aber da die Personallage nicht anders wird, ist das kaum machbar. Ich muss immer wieder auf Spieler aus unserer Zweiten Mannschaft in der Kreisklasse zurückgreifen.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die Restrückrunde?
Tobias Burger: Erst einmal ist das der Klassenerhalt, den wir so schnell wie möglich schaffen wollen. 37 Punkte müssten reichen, die zwölf bis dahin wollen wir schnellstmöglich holen. Und dann wollen wir so erfolgreich wie möglich sein, denn es winkt die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte des FSV Krum. Aber die Basis ist natürlich der Klassenerhalt.
Matthias Strätz: Unser Ziel ist ganz klar, die Klasse zu erhalten. Das wird nicht einfach, aber noch ist alles möglich. Wir haben uns in der Winterpause viel unterhalten und sind uns einig, dass wir alles geben werden, um das zu erreichen. Eine Punktzahl von Anfang 30 brauchen wir dazu, damit erreicht man meiner Meinung nach mindestens den Schleuderplatz und hat es selber in der Hand, auch wenn nach einer langen Saison eigentlich keiner die Relegation spielen will.
Enrico Wetz: Für uns geht es nur darum, in der Liga zu bleiben. Wir wissen ja, weshalb wir hinten stehen. Es gibt auch noch die Relegationsspiele, aber wir können es auch schaffen, direkt in der Liga zu bleiben.
Die Fragen stellte
Norbert Felgenhauer
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