Hammelburg
Abwasser

Drei neue Orte hängen an der Kläranlage

Arkadius Guzy Das Abwasser aus Poppenroth, Schlimpfhof und Albertshausen wird jetzt in der Kläranlage in Hammelburg gereinigt. Damit hat die Kläranlage in Albertshausen, wo das Abwasser der drei Orte ...
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Arkadius Guzy Das Abwasser aus Poppenroth, Schlimpfhof und Albertshausen wird jetzt in der Kläranlage in Hammelburg gereinigt. Damit hat die Kläranlage in Albertshausen, wo das Abwasser der drei Orte bisher behandelt wurde, ausgedient.

Bereits am 28. September ist die 875 Meter lange Anschlussleitung an das Kanalsystem des Abwasserzweckverbands Thulba-Saale (AZV) in Betrieb gegangen. Darüber informierte AZV-Geschäftsführer Burkhard Oschmann in einem Pressegespräch nach der jüngsten Verbandssitzung.

Derzeit findet noch eine Reihe von Messungen statt, wie Oschmann erklärte. Die Daten sollen zeigen, wie sich die Parameter der Hammelburger Kläranlage durch das zusätzliche Abwasser verändern. Oschmann erwartet aber positive Effekte durch einen gleichmäßigeren Prozessverlauf der Kläranlage: Da das Abwasser aus den drei Orten aufgrund der Strecke mit vier bis fünf Stunden Verzögerung in Hammelburg ankomme, könne es Zeiten schwacher Auslastung zwischen den Spitzen teilweise ausgleichen. Dadurch entstehe eine gleichmäßigere Ganglinie, sagte Oschmann.

Die Verbandsversammlung genehmigte in ihrer Sitzung mehrere Investitionen. Dabei ging es zum Beispiel um die Reparatur im Pumpwerk Diebach oder die Anschaffung von vier neuen Computern. Oschmann will außerdem prüfen, ob sich eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgebäude der Kläranlage rechnen würde. Die Verbandsversammlung stimmte der weiteren Projektierung zu.

Die Mitgliedsgemeinden des AZV müssen sich auf weitere Investitionen einstellen: Die Genehmigung für den Betrieb der Hammelburger Kläranlage und die Einleitung des gereinigten Abwassers in die Saale läuft aus. Um für weitere 20 Jahre eine Betriebserlaubnis zu bekommen, muss nachgewiesen werden, dass die Anlage die aktuellen Anforderungen erfüllt.

Ein Ingenieurbüro ist mit Messungen und Berechnungen beauftragt. Mit der Expertise rechnet Oschmann für das kommende Frühjahr. Er geht aber schon jetzt davon aus, dass die Kläranlage nicht ohne Erneuerungen oder Erweiterungen von Anlagenteilen auskommen wird.



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