Kronach

Drei Kätzchen suchen Liebe

Ein entzückendes Katzentrio wartet im Tierheim auf Familienanschluss.
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Miri, Mira und Miro (v. l.): Die Katzenkinder brauchen ein Zuhause. Fotos: Tierheim Kronach
Miri, Mira und Miro (v. l.): Die Katzenkinder brauchen ein Zuhause. Fotos: Tierheim Kronach
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Drei ängstliche kleine Katzenkinder sitzen im Kronacher Tierheim und wünschen sich Geborgenheit und ein gesichertes Leben in einem dauerhaften Zuhause: Miro, Mira und Miri - ein Kater und zwei Weibchen - sind Hauskatzen, die Geschwister wurden Ende September geboren.

Mit großen, weit aufgerissenen Augen und ängstlichem Gesichtsausdruck schauen Miro, Mira und Miri Menschen entgegen. Ihre Körperhaltung zeigt, dass sie auf dem Sprung sind, um beim kleinsten Anzeichen von Gefahr sofort flüchten zu können. Die armen Babys haben Zweibeiner bisher anscheinend noch nicht von der besten Seite kennengelernt. Wie sollten sie auch?

Von einer wild lebenden Mutter geboren, ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen, jeder Tag ein Überlebenskampf - von zärtlichen Schmusestunden mit Herrchen und Frauchen auf dem heimischen Sofa oder fröhlichen Spielen mit Bällen und Fellmäusen konnten die drei bisher nur träumen.

Doch das soll sich ändern. Tierliebe Menschen konnten die Geschwister einfangen, bevor sie wie ihre Mutter gänzlich verwildern und ebenfalls ungewollten Nachwuchs hervorbringen. Im Tierheim wartet das süße Trio nun auf Menschen, die viel Liebe und Geduld mitbringen und den Babys die Vorzüge des Zusammenlebens in einem Menschenhaushalt nahebringen.

Übrigens sind die Kleinen trotz ihrer offensichtlichen Angst keine Kratzbürstchen. Zwar kommen sie noch nicht von allein auf einen zu, und auch das Streicheln und Hochheben ist ihnen im Moment noch reichlich unheimlich; aber sie kratzen und beißen nicht, sondern versuchen nur, zu flüchten. Da sie noch so jung sind, wird es nicht lange dauern, bis sie spüren, dass Schmusen und menschliche Nähe etwas Schönes sind. Das Tierheim-Team denkt, dass Miro, Mira und Miri sehr schnell Vertrauen fassen und aus sich herausgehen werden. Dazu brauchen sie allerdings verständnis- und liebevolle Adoptiveltern, die anfangs nicht zu viel von ihnen erwarten.

Für kleine Kinder, die noch nicht verstehen, dass man das neue Familienmitglied nicht jagen darf oder dass das kleine Kätzchen keine Lust hat, von vorschnellen kleinen Patschhänden gestreichelt zu werden, sind diese kleinen Angst-Babys nicht geeignet. Der künftige Haushalt von Miri, Mira und Miro sollte eher ruhig sein, wobei größere vernünftige Kinder kein Problem darstellen.

Es wäre schön, wenn Miro, Mira und Miri nicht ganz allein in ihrer neuen Familie leben müssten. Eine vorhandene sozial verträgliche Katze könnte ihnen Sicherheit geben und sie könnten sich einiges von ihr abschauen. Gerne würden wir die Kleinen auch im Doppelpack vermitteln.

Zwar haben Miro, Mira und Miri noch nie in einem Haus gelebt, aber wir denken, dass sie aufgrund ihrer Jugend noch gut an reine Wohnungshaltung gewöhnt werden können. Natürlich könnten Miro, Mira und Miri später auch mal Freigang haben. Das würden die Katzenexperten allerdings erst nach dem Winter empfehlen.

Weitere Infos beim Tierschutzverein Kronach, Telefon 09261/20111. red

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