Thurnau
thurnau.inFranken.de  Die Feuerwehr Thurnau besteht bereits seit 150 Jahren.

Drehleiter kommt Anfang 2020

Großes zu feiern gab es bei der Feuerwehr Thurnau. Seit nunmehr 150 Jahren sind im Marktflecken Freiwillige zur Stelle, wenn es brennt. Dieses Jubiläum wurde beim Hallenfest mit vielen Ehrengästen gef...
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Erster Schützenmeister Hermann Schneider (rechts) überreichte der Thurnauer Feuerwehr zur 150-Jahr-Feier ein Mannschaftsbild von anno dazumal. Mit im Bild (von links) Bürgermeister Martin Bernreuther, Kreisbrandmeister Udo Herrmannsdörfer, Landrat Klaus Peter Söllner, Kreisbrandinspektor Siegfried Zillig, Kommandant Jörg Schneider, Zweiter Vorsitzender Berthold Hofmann, Kreisbrandrat Stefan Härtlein und Vorsitzender Stefan Ruckriegel Foto: privat
Erster Schützenmeister Hermann Schneider (rechts) überreichte der Thurnauer Feuerwehr zur 150-Jahr-Feier ein Mannschaftsbild von anno dazumal. Mit im Bild (von links) Bürgermeister Martin Bernreuther, Kreisbrandmeister Udo Herrmannsdörfer, Landrat Klaus Peter Söllner, Kreisbrandinspektor Siegfried Zillig, Kommandant Jörg Schneider, Zweiter Vorsitzender Berthold Hofmann, Kreisbrandrat Stefan Härtlein und Vorsitzender Stefan Ruckriegel Foto: privat

Großes zu feiern gab es bei der Feuerwehr Thurnau. Seit nunmehr 150 Jahren sind im Marktflecken Freiwillige zur Stelle, wenn es brennt. Dieses Jubiläum wurde beim Hallenfest mit vielen Ehrengästen gefeiert.

Landrat Klaus-Peter Söllner beglückwünschte die Wehr und sprach von einer guten Struktur im Landkreis. Im Gegensatz zu anderen Regionen gebe es noch viele Dorfwehren, die einen kurzen Anfahrtsweg zu den Einsatzstellen haben und dort über die wichtigen Ortskenntnisse verfügen. Die Anfahrtswege seien auch der Grund, warum Anfang nächsten Jahres in Thurnau und Stadtsteinach neue Drehleitern stationiert werden. Stadtsteinach soll laut Söllner damit den nördlichen Landkreis abdecken und Thurnau den südlichen. In Thurnau selbst gebe es exponierte Gebäude wie das Schloss oder Industriebetriebe, bei Ernstfällen müsse ein solches Fahrzeug schnell verfügbar sein.

Bürgermeister Martin Bernreuther zeigte sich stolz auf die funktionierende Wehr und vor allem auf die Jugendarbeit. Die Ausbildung im Gerätehaus sei viel sinnvoller als zuhause am Bildschirm zu sitzen.

Kreisbrandrat Stefan Härtlein schloss sich seinen Vorgängern an und bestätigte, dass jeder Aktive gute Arbeit leistet. Vorsitzender Stefan Ruckriegel ließ in einer zusammengefassten Chronik die letzten 150 Jahre Revue passieren. Angefangen von der Gründung in der Gaststätte Eckenberger am Oberen Markt über die dunklen Zeiten im Zweiten Weltkrieg, als nur noch wenige alte Männer und ein paar Jugendliche den Brandschutz notdürftig aufrecht erhielten, bis hin zur Anschaffung moderner Ausrüstung.

"Die Technik hat sich geändert, aber der Wille, seinen in Not geratenen Mitmenschen zu helfen, bleibt bis heute unverändert", verdeutlichte er.

Für eine Überraschung sorgte der Vorsitzende der Thurnauer Schützengesellschaft, Hermann Schneider. Er überreichte dem Vorstand ein originales Gruppenbild der Feuerwehrdienstleistenden von anno dazumal - als Dank für die Rettung des Schützenhauses. Vor einigen Jahren war eine benachbarte Scheune in Flammen aufgegangen, die Wehrleute hatten ein Übergreifen des Feuers auf das Schützenhaus verhindert. Der Schaden wäre unersetzlich gewesen, so Schneider. Er überreichte auch noch ein Seil, das zeigen soll, dass beide Vereine an einem Strang ziehen.

Am Nachmittag konnten vor der Fahrzeughalle alte, handbetriebene Löschspritzen bestaunt werden. In einer Ausstellung waren Dokumente und eine Videopräsentation von der Gründung bis zur Gegenwart zusammengestellt. Für die Kinder gab es einen Feuerwehrparcours mit spannenden Stationen. red

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