Kronach
Sicherheit

DLRG gibt Tipps, damit das Badevergnügen ungetrübt bleibt

Die Badesaison hat begonnen. Viele Menschen zieht es jetzt wieder ins Schwimmbad, an den Badesee, hin zu Flüssen oder ans Meer. Doch Vorsicht: Wasser kann tückisch sein und Gefahren bergen! In den let...
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Die Einsatzkräfte der DLRG sind durch regelmäßige Übungen für den Ernstfall bestens gerüstet, appellieren aber an alle Wasserratten, die nötige Vorsicht beim Baden walten zu lassen, um ein solches Szenario gar nicht erst heraufzubeschwören. Foto: DLRG-Kreisverband Kronach
Die Einsatzkräfte der DLRG sind durch regelmäßige Übungen für den Ernstfall bestens gerüstet, appellieren aber an alle Wasserratten, die nötige Vorsicht beim Baden walten zu lassen, um ein solches Szenario gar nicht erst heraufzubeschwören. Foto: DLRG-Kreisverband Kronach

Die Badesaison hat begonnen. Viele Menschen zieht es jetzt wieder ins Schwimmbad, an den Badesee, hin zu Flüssen oder ans Meer. Doch Vorsicht: Wasser kann tückisch sein und Gefahren bergen! In den letzten Tagen sind bereits mehrere Menschen in Bayern ertrunken. Damit das Baden ein Vergnügen bleibt, rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Kreisverband Kronach, zu Besonnenheit und Vorsicht und gibt wichtige Tipps, die unbedingt befolgt werden sollten.

Für Eltern und Betreuer hat die DLRG folgende Ratschläge parat: Kleine Kinder dürfen am und im Wasser nie aus den Augen gelassen werden. Stets sollte man sich in Griffweite befinden. Frühestens wenn Kinder das Jugendschwimmabzeichen in Bronze - früher auch Freischwimmer genannt - erworben haben, kann man davon ausgehen, dass sie sicher schwimmen können.

Grundsätzlich sollte man zudem damit rechnen, dass Freunde der eigenen Kinder nicht oder nicht sicher schwimmen können. Denn leider sind zunehmend weniger Kinder und auch Erwachsene in Deutschland in der Lage, sich sicher im nassen Element zu bewegen.

Beim Baden in der Natur sollten Warnhinweise wie "Steilufer", etc. unbedingt ernst genommen werden. Man sollte möglichst gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen, die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen und nicht leichtsinnig werden.

Auch nach mehreren warmen Tagen erwärmt sich zunächst nur die Wasseroberfläche. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.

Kopfsprünge in Ufernähe oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmungen nach sich ziehen. Deswegen sollte man nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen.

Ein Bad im Fluss kann reizvoll und harmlos aussehen, ist aber gefährlich. Die Kälte des Wassers lässt die Kräfte sehr schnell schwinden. Und an steilen, bewachsenen Ufern kann man sich oft nicht mehr ans Land retten. Auf keinen Fall sollte man sich in einen Fluss begeben, der Hochwasser führt, zu erkennen an einer hohen Fließgeschwindigkeit und Braunfärbung des Wassers. Auch Strömungen und Brückenpfeiler bergen erhebliche Risiken. Und natürlich gilt: Sobald ein Gewitter aufzieht, raus aus dem Wasser!

Alkohol ist kein guter Ratgeber

Beim Verwenden von Schlauchbooten sollte Wert darauf gelegt werden, dass diese aus festem Material bestehen und über mehrere Luftkammern verfügen. Alle Mitfahrer sollten sichere Schwimmer sein und Schwimmwesten tragen. Bei Hochwasser sind Flüsse für Schlauchbootfahrer ebenso tabu wie für Schwimmer und auch Alkohol ist beim Baden oder Bootfahren kein guter Ratgeber, denn er trägt dazu bei, das Bewusstsein vor Gefahren zu trüben und die eigenen Kräfte zu überschätzen.

Für alle, die in den Ferien oder generell in nächster Zeit ans Meer fahren, gilt der Hinweis, dass Gezeiten, nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde selbst gute Schwimmer in Bedrängnis oder sogar Lebensgefahr bringen können. Örtliche Warnungen, wie rote Flaggen am Strand sollten daher in jedem Fall respektiert werden.

Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden. Ihnen sollte man sein Leben nicht anvertrauen. Ein guter Tipp ist es auch, sich gleich am ersten Urlaubstag über die Lage von Rettungsposten und Notrufmöglichkeiten zu informieren und im besten Fall sogar in der Lage zu sein, in der jeweiligen Landessprache Hilfe im Notfall herbeirufen zu können. red

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