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Kulmbach

Dividende für Tafel und Tierschutz

Die Schülerfirma "Uptrashing" am CVG hat beschlossen, ihren Gewinn zu spenden.
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Stefan Langhammer freute sich, dass die "Aktionäre" Elisabeth Burkholz und Petra Stumpf ihre Anteile spendeten.  Fotos: Uschi Prawitz
Stefan Langhammer freute sich, dass die "Aktionäre" Elisabeth Burkholz und Petra Stumpf ihre Anteile spendeten. Fotos: Uschi Prawitz
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Die Schüler des P-Seminars "Uptrashing" des Caspar-Vischer-Gymnasiums haben mit der Hauptversammlung zugleich das Ende des Projekts eingeläutet. Wöchentlich hatten sich Gymnasiasten getroffen, um Einzelstücke aus verwertbaren Abfallstoffen herzustellen, Werbung zu betreiben, die Produkte zu verkaufen und natürlich die Buchhaltung sachgerecht zu führen.

Dass dabei nicht immer alles reibungslos lief, bewertet die betreuende Lehrerin Angelika Weiß durchaus als positiv. "Es gab anfangs ein paar Startprobleme, sich auf ein Projekt zu einigen", erklärte sie. Es hätten sich zwei Gruppen herausgebildet, die jedoch spätestens mit der Organisation des letztjährigen Weihnachtsbasars gut zueinander gefunden hätten. "Jetzt wären alle so weit, richtig gut zusammenzuarbeiten. Aus Lehrersicht war es ein sehr gutes Projekt."

Für jeden etwas dabei

Bei dem P-Seminar sei für jeden etwas dabei gewesen - ob Organisation, Kommunikation, Kreativität oder der Umgang mit Zahlen, "jeder hat für sich etwas mitgenommen." Das bestätigten auch die Schülerinnen Vanessa Teufel und Pia Drobny. "Wir haben gelernt, wie man im Team arbeitet und organisiert, und wir haben aus Situationen gelernt und erfahren, wie man es besser machen kann", sagte Vanessa, die nach dem Abitur internationales Management studieren will.

Ihre Schulkameradin Pia fand es gut, wie kreativ sie im Lauf des Seminars geworden seien. Zu einer ganz anderen Erkenntnis kam Mitschülerin Laura Bauer, die einmal Diplom-Verwaltungsinformatik studieren will. Ihr Fazit lautete: "Ich arbeite lieber mit Männern als mit Frauen zusammen."

Nicht immer nah an der Realität

Mit Michelle Dünkel kümmerte sie sich um die Buchhaltung, und das war nicht immer leicht. "Die Buchhaltung, die von der Dachorganisation der Junior-Schülerfirmen vorgegeben ist, kommt nicht immer der Realität nahe", sagte Laura. Etwa sei ein Steuersatz von sieben Prozent im Buchungsprogramm schlicht nicht vorhanden, und die Kommunikation mit Junior sei nicht ganz reibungslos verlaufen. "Aber wir können jetzt eine Webseite gestalten", ergänzten die beiden noch.

Pressesprecher Nick Baier zog seine eigene Bilanz nach einem Jahr Schülerfirma: "Ich habe gelernt, dass man auch mal durchatmen und kompromissbereit sein muss."

Stefan Langhammer kümmerte sich gleich um mehrere Dinge wie die Korrespondenz, das Konto, die rechtlichen Belange, die Verwaltung und auch die Pressearbeit. "Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich gut durchsetzen und auf eine Lösung hinarbeiten kann, die für alle Seiten gut ist", sagte der zukünftige Medizinstudent.

Die Schülerfirma "Uptrashing" konnte 700 Unternehmensanteile à zehn Euro verkaufen und in dem Jahr eine Dividende von 0,76 Euro je Anteilsschein erwirtschaften. Derzeit wird unter den Anteilseignern noch abgefragt, wer seinen Anteil ausbezahlt haben möchte und wer ihn spenden will. Die Gesamterlöse fließen dann einem gemeinnützigen Zweck zu. "Uns ist es ein Anliegen, gemeinnützige Organisationen vor Ort zu unterstützen", erklärte Nick Baier.

Aus den vorgeschlagenen Organisationen entschieden die anwesenden "Aktionäre" deshalb bei der Hauptversammlung, mit dem Erlös den Tierschutzverein Kulmbach sowie die Kulmbacher Tafel zu unterstützen.

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