Ramsthal
Wohnen

Diskussionswunsch über Neubaugebiet und Förderung

Sigismund von Dobschütz Mit einem unerwarteten Antrag zur Änderung der Tagesordnung hat die Sitzung des Gemeinderats begonnen. Roland Herterich wünschte, die Auftragsvergabe zur Planung des Neubaugebi...
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Sigismund von Dobschütz Mit einem unerwarteten Antrag zur Änderung der Tagesordnung hat die Sitzung des Gemeinderats begonnen. Roland Herterich wünschte, die Auftragsvergabe zur Planung des Neubaugebiets "Am Wengert 2" aus dem nichtöffentlichen Teil teilweise in die öffentliche Sitzung vorzuziehen.

Da die Klage des Eigentümers einer mitten im Baugebiet liegenden Streuobstwiese vor Gericht noch anhängig ist, wollte Herterich öffentlich diskutieren lassen, ob ein Planungsauftrag überhaupt vergeben werden sollte. Die übrigen Gemeinderäte lehnten seinen Antrag allerdings nach kurzer Diskussion ab.

Anmerkungen aus dem Gremium gab es auch zu der in der interkommunalen Allianz "Fränkisches Saaletal" vereinbarten Fortsetzung des seit 2014 bestehenden Förderprogramms. Mit diesem wollen die Mitgliedskommunen Hammelburg, Elfershausen, Euerdorf, Oberthulba, Sulzthal, Aura, Fuchsstadt, Wartmannsroth und Ramsthal die Wiederbelebung ihrer Ortskerne vorantreiben.

Der Befürchtung, damit würden Neubaugebiete verhindert, widersprach Bürgermeister Alfred Gündling (CSU): Die Ausweisung von Bauland sei bei nachgewiesenem Bedarf auch weiterhin möglich. Vielmehr beziehe sich das Förderprogramm auf die zeitnahe Schaffung von Wohnraum für junge Familien oder Zuzüge von Neubürgern. Nachdem die Zweifel ausgeräumt waren, wurde das Förderprogramm einstimmig beschlossen.

Ohne Diskussion wurde der Antrag des SV Ramsthal zur Ausrichtung des 10. Saaletal-Marathons im kommenden Jahr am Samstag, 13. April, genehmigt. Der Bürgermeister informierte die Gemeinderäte, dass die Feuerwehr bereits in die Planung des Sportvereins einbezogen sei. Größeren Beratungsbedarf gab es zur Anschaffung eines Plattform- oder eines Treppenlifts für das Haus "erLebenskunst".

Dort ist im Treppenhaus zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss ein Höhenunterschied von knapp acht Metern zu überwinden. Anfangs schien sich der Gemeinderat aus Kostengründen mehrheitlich für einen Treppenlift entscheiden zu wollen. Immerhin kostet dieser laut Schätzung mit 11 000 bis 17 000 Euro etwa die Hälfte des Betrags für einen Plattformlift für Rollstuhlfahrer, der zwischen 19 000 und 24 000 Euro kostet.

Doch die Gemeinderäte Roland Herterich und Andreas Günder plädierten für die Anschaffung einer Plattform, um auch Rollstuhlfahrern die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen. Günder: "Wenn wir es machen, machen wir es richtig." Dieser Empfehlung folgte der Rat und entschied sich einstimmig für die teurere Plattform-Lösung.

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