Maroldsweisach

Dirigent seit zehn Jahren

Die Weisachtaler Blasmusik bereitet sich auf ihr Frühjahrskonzert am Samstag, 21. April, vor. Dimitry Braudo feiert mit diesem Auftritt sein persönliches "Jubiläum".
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Dirigent Dimitry Braudo und die Weisachtaler Blasmusik - die Chemie zwischen ihnen stimmte von Anfang an. Foto: Silvia Elflein
Dirigent Dimitry Braudo und die Weisachtaler Blasmusik - die Chemie zwischen ihnen stimmte von Anfang an. Foto: Silvia Elflein
Blasmusik ist in! Das hat auch Dimitry Braudo, Dirigent der Weisachtaler Blasmusik, erkannt. Der aus Moskau stammende Berufsmusiker, der einst im russischen Staatsorchester als Oboist mitspielte, übernahm 2005 zum ersten Mal den Taktstock bei den Weisachtalern. Er trat damit die Nachfolge von Bernd Schmidt an, der zuvor nach 18 Jahren den Dirigentenstab in Maroldsweisach niedergelegt hatte.
Dimitry Braudo war noch nicht lange im Land und sprach nur schlechtes Deutsch. Doch irgendwie stimmte trotzdem von Anfang an die Chemie zwischen ihm und den Bläsern aus dem Weisachtal. Nach dem ersten gemeinsamen Frühjahrskonzert, bei dem unter anderem das Medley "Russisches Tagebuch" gespielt wurde, schrieb die Presse: "Die Weisachtaler lernen Russisch".
Dass sich im Jahr 2008 die Wege dennoch trennten, lag einzig und allein an einer beruflichen Veränderung von Braudo, weshalb ihm das Abhalten der Musikproben in Maroldsweisach nicht mehr möglich war.
Nach dem Abgang Braudos hatten die Weisachtaler eine leidvolle Zeit von drei Jahren zu überstehen, in denen drei Dirigenten ein kurzes Intermezzo gaben. Doch seit dem Jahr 2011 ist Dimitry Braudo wieder zurück und nicht mehr gewillt, den Taktstock abzugeben. Aus einem musikalischen Arbeitsverhältnis sind Freundschaften geworden.


Den Feinschliff verpasst

Rückblickend auf zehn Jahre bei "seinen" Weisachtalern, sagt Braudo: "Ich komme gerne nach Maroldsweisach. Da sind lauter liebe Leute, und das Bier beim Hartleb schmeckt auch sehr gut." Wenn man ihm zuhört, dann merkt man kaum noch, dass er nicht aus Deutschland kommt. Stattdessen kann man einen eigenwilligen fränkisch-osteuropäisch-deutschen Dialekt wahrnehmen. Sicher haben dabei auch die zahlreichen Stunden in Maroldsweisach geholfen. Und so könnte man heute schreiben: "Die Weisachtaler bringen ihrem Dirigenten die deutsche Sprache bei".
Seit dem Jahreswechsel bereitet Braudo seine Musiker intensiv auf sein persönliches Jubiläumskonzert vor. Den Feinschliff verpasste er ihnen beim Probenwochenende vom vergangenen Freitag bis Sonntag.
Wer die Konzerte der Weisachtaler in den letzten Jahren besucht hat, weiß, dass Braudo ein Händchen für die Zusammenstellung eines abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramms hat. Details über seine musikalische Auswahl für das Frühjahrskonzert ließ er sich jedoch nicht entlocken. Auf Nachfrage reagierte er nur mit einem Schmunzeln, bevor er anfügte: "Wir wollen zeigen, dass wir mit Freude bei unserer Musik sind, und haben dafür von Polka, Walzer über moderne Hits und Solo-Stücke alles dabei."
Die Besucher dürfen sich am Samstag, 21. April, also auf einen kurzweiligen Abend im Saalbau Hartleb in Maroldsweisach freuen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Als Gäste wirken in diesem Jahr die Bläser der Stadtkapelle Seßlach mit. Der Eintritt ist frei.


Ein Abend mit "Häisd'n'däisd"

Ein Jubiläum hat in diesem Jahr aber nicht nur Dirigent Braudo. Ganz Maroldsweisach hat heuer einen Grund zum Feiern: Der Ort wird nämlich 900 Jahre alt, und während des ganzen Jubiläumsjahres werden unterschiedliche Höhepunkte angeboten. So veranstalten die Weisachtaler am Samstag, 15. September, ab 19.30 Uhr im Saalbau Hartleb einen Kabarett-Abend mit den "Häisd'n'däisd ...vomm mee!". Auch die aus Funk und Fernsehen bekannte Gruppe aus Stammheim am Main feiert ein Jubiläum: Seit zwei Dekaden sind die sechs Musiker mit ihren fränkisch-humoristischen Liedern und Gesängen auf den Bühnen unterwegs. In Maroldsweisach treten die Jungs mit ihrem Programm "Aus'm Gröbsten raus - Das Beste aus 20 Jahren" auf.
Beim Frühjahrskonzert der Weisachtaler Blasmusik startet exklusiv der Kartenvorverkauf für den Kabarett-Abend zum Vorzugspreis von 16 Euro. stm


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