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Antrag

Digitalpakt an Schulen: Grüne fordern niedrigere Strahlenbelastung

In einem Antrag an den Kreistag macht sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dafür stark, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur an den weiterführenden Schulen im Rahmen des Digitalpakts ausschl...
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In einem Antrag an den Kreistag macht sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dafür stark, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur an den weiterführenden Schulen im Rahmen des Digitalpakts ausschließlich kabelgebunden erfolgt. Ferner sollte der Kreistag beschließen, "dass im Interesse der Gesundheitsvorsorge die Netzbetreiber angewiesen werden, ihre Mobilfunkanlagen so umzugestalten, dass die Strahlenbelastung in unseren Schulen weniger als 0,1 Mikrowatt je Quadratmeter beträgt.

Als Begründung heißt es: "Die Bundesregierung und die Länder haben sich auf den digitalen Ausbau der Schulen geeinigt, so dass jetzt finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um den digitalen Ausbau unserer Schulen durchzuführen. Da uns die Gesundheit unserer Kinder besonders am Herzen liegt, müssen wir, um dem gerecht zu werden, die Risiken der elektromagnetischen Strahlung wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Gerade der sich in der Entwicklung befindliche Organismus ist besonders empfindlich gegen Strahlung aller Art.

Deshalb sind wir als politisch Verantwortliche verpflichtet, für eine Minimierung der Strahlenbelastung durch elektromagnetische Felder zu sorgen."

Nach Vorwort eines österreichischen Leitfadens zu diesem Thema, so die Grünen, weise die wissenschaftliche Datenlage zunehmend darauf hin, dass eine intensive und jahrelange Nutzung verschiedener funktechnischer Dienste mit einem erhöhten Krankheits-Risiko (zum Beispiel Hirntumoren) verbunden ist. Die internationale Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe hochfrequente Felder des Mobilfunks als Umwelt-Faktor mit "möglicherweise krebserregender Wirkung" eingestuft. Das Gesundheitsministerium empfehle einen "insgesamt vernünftigen Umgang mit Handys".

Der Kreistag dürfe sich seiner Verantwortung für die Kinder nicht entziehen. Diese seien in der Schule stundenlang der Strahlung ausgesetzt. Wenigstens während der Schulzeit müsse ein unbedenklicher Zustand herrschen - "insbesondere vor dem Hintergrund, dass es in anderen Ländern funktionierende Mobilfunknetze gibt, die mit einer Strahlungsintensität funktionieren, die bis zu elf Zehnerpotenzen unter der bei uns üblichen liegt". red

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