Kulmbach
Jagdgenossenschaften

Digitales Jagdkataster erleichtert die Arbeit

Vor den Jagdvorständen aus dem Landkreis Kulmbach und den benachbarten Regionen stellte der BBV-Fachberater Daniel Kaßel in der Kommunbräu das digitale Jagdkataster vor, ein EDV-Programm, das die Arbe...
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Vor den Jagdvorständen aus dem Landkreis Kulmbach und den benachbarten Regionen stellte der BBV-Fachberater Daniel Kaßel in der Kommunbräu das digitale Jagdkataster vor, ein EDV-Programm, das die Arbeit der Jagdgenossenschaften erleichtern soll. Das digitale Jagdkataster sei das unerlässliche Handwerkszeug für die rechtssichere Beschlussfassung einer Jagdgenossenschaft.

Grundlage für die Jagd

Das Jagdkataster sei Grundlage für die Jagdverpachtung und Beschlüsse, stellte der Fachreferent des BBV Oberfrankens, Dieter Heberlein aus Bamberg, fest. Die Größen und Grenzen der Jagdreviere sowie die bejagbaren Flächen seien für den Jagdpächter und die Mitjäger die Grundlage für die Jagd.

Die Jagdgenossenschaften haben die Pflicht, ein aktuelles Jagdkataster zu führen. Der Bayerische Bauernverband hat deshalb in Verhandlungen mit den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung eine Kostenreduzierung für den Bezug der Katasterdaten für die Gemeinschaftsjagdreviere erreicht.

Wichtig für die Jagdgenossenschaften sei, dass zum Beispiel Wochenendhäuser, Hof- und Hausgärten sowie die bebaute Fläche im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, ebenso Solaranlagen, als befriedete Bezirke gelten. Außerdem gehören Flächen innerhalb von Ortsteilen, Friedhöfe, Tiergärten oder Wildgehege zu befriedeten Bezirken, auf denen die Jagd ruht.

Dieter Heberlein wies darauf hin, dass die Jagdgenossenschaften, bevor sie ein neues Jagdkataster bei den Vermessungsämtern beantragen, zuerst nach Absprache mit dem Jagdpächter, die genauen Jagdgrenzen und befriedeten Bereiche dem Vermessungsamt mitteilen sollten. Erst dann sei gewährleistet, dass auch ein inhaltlich richtiges Jagdkataster entstehe.

Wilddicht eingezäunte Flächen zum Schutz vor Rehwildverbiss zählen nicht als befriedete Bereiche, da diese Zäune - sobald die Jungpflanzen aus dem Verbissbereich herausgewachsen sind - wieder abgebaut werden müssen.

Flächen schnell ermittelt

Daniel Kaßel ging in einer Präsentation mit einer Musterjagdgenossenschaft auf die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des digitalen Jagdkatasters ein. Dieses erleichtere die Verwaltung, und es könnten schnell die Flächen der Jagdgenossen ermittelt werden. red

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