Bad Rodach
aufregung

Dienstleister für das "Netzwerk Bad Rodach begeistert" hört auf

Leicht betretene Gesichter gab es bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates nach der Berichterstattung von Stefan Hinterleitner (Geschäftsführer Coburg Stadt und Land aktiv GmbH). Die Gesellschaft ist a...
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Leicht betretene Gesichter gab es bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates nach der Berichterstattung von Stefan Hinterleitner (Geschäftsführer Coburg Stadt und Land aktiv GmbH). Die Gesellschaft ist als Dienstleister für das Stadtmarketing "Netzwerk Bad Rodach begeistert e.V." tätig. Zunächst schien alles gut. Hinterleitner durchleuchtete die Projekte, die seine Gesellschaft im Auftrag des Netzwerkes im Jahr 2018 umgesetzt hat. Als Fazit konnte er festhalten, dass man einiges erreicht und Bad Rodach sich positiv weiterentwickelt habe. Dass bei wenigen Projekten die eine oder andere Stellschraube noch zu justieren sei, trübte das Ergebnis nicht. Am Ende überwog das Positive. Stefan Hinterleitner brachte deutlich zum Ausdruck, dass die Stadt stolz auf das Stadtmarketing sein könne. Auch für 2019 sah Hinterleitner gute Ansätze, um die Kurstadt weiter attraktiv zu gestalten.

Da platzte die Bombe

Als sich die Stadträte schon zufrieden zurücklehnen wollten, ließ Stefan Hinterleitner die Bombe platzen. Fast in einem Nebensatz informierte er das Gremium, dass die Gesellschaft Coburg Stadt und Land aktiv für 2019 kein Angebot für eine weitere Zusammenarbeit abgeben werde. "Warum?", fragte Zweiter Bürgermeister Ernst-Wilhelm Geiling (FW) gleich. Hinterleitner erklärte das so, dass aus personellen Kapazitätsgründen seiner Gesellschaft keine Zusammenarbeit mehr möglich sei. Herbert Müller (SPD) bohrte noch einmal nach. Daraufhin sagte Stefan Hinterleitner: "Es gibt Dinge, die ich nicht in einer öffentlichen Sitzung ansprechen will." Offenbar gibt es einen triftigen Grund. Hinterleitner begründete sein Schweigen darüber mit dem Hinweis, dass seine Gesellschaft von "einem Dritten" bezahlt werde.

Dieter Weil (Vorstandsmitglied Stadtmarketing) brachte die Konsequenzen, die durch den Ausstieg des Dienstleiters drohen, auf den Punkt: "Ohne professionelle Hilfe ist das Netzwerk nicht nur in großer Gefahr, es steht sogar zur Disposition." Die geplanten Maßnahmen seien alleine nicht mehr durchführbar, sagte Weil und forderte den Stadtrat auf, sich darüber Gedanken zu machen, wie es um die Kurstadt stehen werde, wenn es das "Netzwerk Bad Rodach begeistert" nicht mehr gebe.

Bevor Hinterleitner die berühmte Katze aus dem Sack ließ, hatten die Stadträte noch darüber gesprochen, welch gute Entscheidung es war, das "Netzwerk" auf den Weg zu bringen. Christoph Herold (CSU) hatte gar schon weiter gedacht, nämlich an eine Städtepartnerschaft. Darüber war auch diskutiert worden. Und Stefan Hinterleitner hatte mit seinen Worten Bürgermeister Tobias Ehrlicher bestätigt: "Wenn sich keiner kümmert, dann verkümmert die Städtepartnerschaft schnell und besteht nur noch auf dem Papier."

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