Kulmbach
KJR-Vollversammlung

Die Zukunft der "Alten Spinnerei" ist nur für ein Jahr sicher

Die Zukunft des Jugendzentrums "Alte Spinnerei" ist bislang nur für ein Jahr sicher, das Juz befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Das sagte der...
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SabineKnobloch
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Die Zukunft des Jugendzentrums "Alte Spinnerei" ist bislang nur für ein Jahr sicher, das Juz befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Das sagte der langjährige Leiter Stefan "Bonsai" Lehner bei der Vollversammlung des Kreisjugendringes. Damit meinte er nicht, dass das Jugendzentrum zur Disposition stehe. Doch die Verträge mit der Stadt wurden nur bis Ende 2018 verlängert. "Es kann sein, dass uns die Entscheidung, dass Kulmbach ein Grünes Zentrum bekommt und dass ein Unicampus sich in Kulmbach ansiedeln soll, betreffen wird", sagte Lehner. Aus diesem Grund wird das Juz im nächsten Jahr vor allem die Bereiche, die gut liefen, fortführen: Konzerte, der offene Betrieb, der kulturelle Bereich. Große Investitionen sind nicht geplant, sagte Lehner klipp und klar.
Bürgermeister Stefan Schaffranek bestätigte, dass es eine gewisse Unsicherheit, was die Zukunft betreffe, gäbe. "Dass in Kulmbach die siebte Fakultät der Uni Bayreuth mit einem eigenen Campus für tausend Studenten angesiedelt werden soll und dass wir ein Grünes Zentrum für Gesundheit und Ernährung bekommen sollen, ist eine historische Chance. Wir brauchen deshalb eine gewisse Planungsfreiheit. Denn wir wollen bis 2020 die ersten Studenten in Kulmbach haben, und wir kennen aktuell den Platzbedarf noch nicht", sagte Schaffranek und ließ offen, ob sich diese Ansiedelungen auf die "Alte Spinnerei" auswirken werden. Aus diesem Grund habe sich die Stadt nur für eine kurzfristige vertragliche Bindung mit dem Juz entschieden. "Aber keiner rüttelt an dem Jugendzentrum. Es sind in diesem Bereich wirklich keine Anschläge geplant", beteuerte Schaffranek.
Sabine Knobloch vom Kreisjugendring bat lediglich um eines: frühzeitig in die Entscheidungen eingebunden zu werden.
Neuerungen gab es auch bei der Vollversammlung selbst. Denn der Bayerische Jugendring hat sich eine neue Geschäftsordnung gegeben. Diese regelt die Stimmrechte neu. Künftig müssen die Delegierten, die an der Vollversammlung stimmberechtigt sein sollen, vorher an den KJR gemeldet werden, erklärte Jürgen Ziegler vom Kreisjugendring.
Beim KJR Kulmbach gab es - nach dem neuen Reglement - 42 mögliche Delegierte, 27 nahmen an der Vollversammlung teil. Stimmberechtigt sind nur Mitglieder, die einen Verband hinter sich haben, erklärte Ziegler einige Details. Einige Verbände haben durch die Neuregelungen mehr Stimmen bekommen. Diese Stimmanzahl könne auch reduziert werden, so Ziegler.
Bei der Vollversammlung stellten Jürgen Ziegler, Sabine Knobloch und Melanie Dippold das Programm des Kreisjugendringes und der Landkreisjugendarbeit vor. Im Bereich Jugendpolitik sind auch im nächsten Jahr wieder Zukunftswerkstätten geplant.
Diese Idee ist so erfolgreich, dass der KJR bereits drei Preise einheimsen konnte, die mit fünfstelligen Summen dotiert waren. Aus diesem Grund wuchsen die Rücklagen um 32 500 Euro an. "Dieses Geld soll wieder in Projekte, die aus den Zukunftswerkstätten entstanden sind, investiert werden", sagte Ziegler. Echte Erfolgsmodelle seien beispielsweise Open-Air-Kinoveranstaltungen im Freibad Stadtsteinach und Wirsberg. "Wir wollen für diese Veranstaltungen einen leistungsstärkeren Beamer kaufen", sagte Ziegler.
Äußerst erfolgreich laufe auch der Betrieb der Jugendherberge Wirsberg. In diesem Jahr hatte das Jugendtagungshaus mehr als 11 000 Übernachtungen zu verbuchen. 2018 solle der Sanitärbereich ausgebaut und saniert werden. "Im Frühling entscheidet der Bauausschuss, was gemacht werden soll. Fest steht schon jetzt: Die Baumaßnahme wird eine Herausforderung", so Ziegler.
Bei der Vollversammlung gingen die Verantwortlichen auch auf die Einsätze des Spielmobils ein. Mehr als 140 Einsätze hatte das Landkreis-Spielmobil in diesem Jahr zu verbuchen. Besonders stolz zeigte sich der KJR-Vorstand darauf, dass an jedem Ferientag Aktionen angeboten werden. Dies sei einzigartig, sagte Ziegler.
Mit Ehrungen ging die Vollversammlung zu Ende. Stefan "Bonsai" Lehner ist seit 15 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, Jürgen Ziegler schon seit 25 Jahren. Außerdem wurde Ursula Kunzmann für zehn Jahre Treue geehrt.
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