Pretzfeld
Fischbestand

Die Wiesentforelle soll geeignete Rückzugsorte bekommen

Der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Forchheim, Claus Schwarzmann, hat am Pretzfelder Wehr den Förderbescheid des Leader-Projekts "Verbesserung der Laichsituation der Wiesentforelle" von Kla...
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Claus Schwarzmann erhält den Förderbescheid von Klaus Schiffer-Weigand. Foto: Carmen Schwind
Claus Schwarzmann erhält den Förderbescheid von Klaus Schiffer-Weigand. Foto: Carmen Schwind

Der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Forchheim, Claus Schwarzmann, hat am Pretzfelder Wehr den Förderbescheid des Leader-Projekts "Verbesserung der Laichsituation der Wiesentforelle" von Klaus Schiffer-Weigand überreicht bekommen.

Dieser ist der Leiter des Fachzentrums Diversifizierung und Strukturentwicklung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Münchberg. Mit sogenannten Leader-Programmen (Liaison entre les actions de développement de l'économie rurale) unterstützt das Bayerische Staatsministerium ländliche Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung. Toni Eckert, Kulturreferent am Landratsamt Forchheim, erklärte, wie zukünftig unter anderem Laichkästen in Seitenflüssen angebracht werden sollen, damit die erwachsenen Wiesentforellen später einmal selbst wieder zum Laichen dorthin kommen. Zudem erklärte er, dass zum Beispiel der Fischbach in die Wiesent fließt. Dieser sei früher tatsächlich sehr fischreich gewesen. Das soll zukünftig wieder so sein.

Das wünscht sich auch Klaus Schiffer-Weigand. Er berichtete, dass die Wiesent bisher als Forellenfluss bekannt war, dass deren Lebensbedingungen allerdings nicht mehr optimal seien. "Die Seitenflüsse übernehmen wichtige Teilabschnitte im Reproduktionszyklus der Forelle. Wie diese weiter optimiert werden können, ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Projekts", sagte Schiffer-Weigand. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Forchheim.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 216 021 Euro. Leader übernimmt 108 918 Euro. 42 296 Euro kommen aus der bayerischen Fischereiabgabe und 43 204 Euro von der Oberfrankenstiftung. In den nächsten fünf Jahren soll untersucht werden, in welchem Ausmaß die Verrohrung und Verbauung der Seitenflüsse, aber auch die angrenzende Landwirtschaft Einfluss auf die Reproduktion der Bachforelle in den Seitengewässern Einfluss hat.

"Seit Jahrzehnten kommt es trotz verbesserter Wasserqualität zu einer besorgniserregenden Abnahme des Bestandes", trug Claus Schwarzmann vor. Er gab als Grund vor allem die Verschlammung durch Sedimenteintrag an. "Im Prinzip sollen für die Wiesentforellen geeignete Rückzugsorte geschaffen werden, in denen sie sich selbstständig reproduzieren können", erklärte Schwarzmann.



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