Kronach

Die Werkbühne wird 40

Die kleine Studiobühne wurde zu einer bedeutenden Kronacher Kultureinrichtung. 2016 erfolgte der Umzug nach Marktrodach. Dort gibt es zum Jubiläum eine Kronacher Kult-Komödie.
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2004 wurde "Der Heiratsantrag und der Bär" gespielt. Hier ein Szenenfoto mit Oda Gräbner, Daniel Leistner und Thomas Hauptmann  Foto: Archiv
2004 wurde "Der Heiratsantrag und der Bär" gespielt. Hier ein Szenenfoto mit Oda Gräbner, Daniel Leistner und Thomas Hauptmann Foto: Archiv

Eine Kronacher Kulturinstitution, die Werkbühne, feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Gegründet im Jahr 1979, ist die kleine Studiobühne nun schon seit vier Jahrzehnten ein pfiffiger, lebendiger und fröhlicher Bestandteil des Kulturlebens im Landkreis Kronach.

Aus der Taufe gehoben wurde die Werkbühne von Ulf Mattiesen und Hans-Jürgen Schmitt, den Schulspielleitern am Kaspar-Zeuß-Gymnasium. Angesiedelt am Melchior-Otto-Platz diente sie zuerst nur als Probenbühne für das Schulspiel und wurde dann aber auch für Aufführungen genutzt. 1984 zog das Theater in die Klosterstraße um und wurde - bespielt von verschiedenen freien Gruppen - zu einer bedeutenden Kronacher Kultureinrichtung.

Nachdem das Gebäude in der Klosterstraße nicht mehr zur Verfügung stand, gründeten einige der Werkbühnen-Veteranen die Faust-Festspiele Kronach, die von 1995 bis 2015 zwanzig Jahre lang mit großem Erfolg liefen. Ein Freilichttheater auf der Festung Rosenberg hätte es ohne die Theatermacher der Werkbühne, wie zum Beispiel Daniel Leistner, Ulrike Mahr, Barbara Dicker oder Oda und Rainer Gräbner, nie gegeben.

Daniel Leistner erschuf dann im Jahr 2001 die Werkbühne in der frisch renovierten Markthalle im Alten Rathaus neu und begründete damit eine weitere, erfolgreiche Werkbühnen-Ära, die immerhin dreizehn Jahre andauerte, bis die Stadt Kronach entschied, die Faust-Festspiele zu beenden.

Deshalb wechselte Leistner 2016 mit dem Werkbühnen-Team nach Marktrodach, wo jetzt jedes Jahr im März im Saal Stegner direkt über dem "Restaurant Stegner's" eine fröhliche Komödie präsentiert wird.

Zum Geburtstag gibt es heuer die unvergessene Kronacher Kult-Komödie "In der Hölle wird gescheuert". Die völlig verrückte, fröhlich-turbulente Komödie wurde nämlich erstmals 1992 in der Werkbühne aufgeführt und hat von da an die Aufführungsgeschichte der Werkbühne und der Faust-Festspiele Kronach geprägt. "In der Hölle wird gescheuert" war so erfolgreich, dass das Stück alleine auf der Festung in drei Spielzeiten lief.

Auch in der Jubiläums-Version der Werkbühne in Marktrodach wird die freche Komödie sicherlich wieder das Publikum begeistern. Die Premiere ist am 15. März. Und gespielt wird bis zum 31. März. Ein Riesenspaß ist also garantiert, wenn die Werkbühne ihren 40. Geburtstag feiert.

Tickets und Infos unter: www.werkbuehne-kronach.de.red

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