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Lichtenfels

Die Welt ist derzeit verdreht

Vieles ist seit einigen Tagen ganz anders, als wir es gewohnt sind. Leere Parkplätze, Aushänge an Ladentüren geschlossener Geschäfte und Gaststätten, in denen nicht mehr bewirtet wird. Die Welt hält den Atem an.
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Matthias Einwag Kreis Lichtenfels — In dieser Woche änderte sich das öffentliche Leben von Tag zu Tag. Keiner weiß genau, wie es morgen weitergehen wird. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie schränkt uns alle ein.

Dinge, die uns bisher nervten, fehlen plötzlich. Zum Beispiel die vergebliche Suche nach einem freien Parkplatz. An der Staffelsteiner Obermain-Therme sind fast alle Parkflächen leer, ebenso jene vor Kloster Banz. Die Obermain-Therme schloss schon vor einigen Tagen für längere Zeit, und auch die Hanns-Seidel-Stiftung stellte ihren Seminarbetrieb vorübergehend ein. Die Schulen und Kindergärten sind geschlossen, ebenso jene Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung erforderlich sind.

Wer derzeit in Städten und Dörfern am Obermain unterwegs ist, nimmt an fast allen Ladentüren Hinweisschilder oder handgeschriebene Zettel wahr, auf denen vermerkt ist, dass momentan leider wegen der Coronakrise geschlossen ist.

Manchmal enthalten die angebrachten Mitteilungen tröstliche Worte, oft auch die Bitte, telefonisch oder über das Internet Waren oder Speisen zu bestellen. In Bad Staffelstein musste der Betreiber eines Cafés mit angeschlossener Bäckerei schließen, weil er kaum noch Umsatz im Straßenverkauf machte: "Die Leute kaufen nur noch im Supermarkt", sagte er. Handgeschriebene Botschaften wie jene an einer Staffelsteiner Ladentür sind in dieser Zeit sehr wichtig: "Wir hoffen, mit Besonnenheit, Mitmenschlichkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme durch die gerade schwierigen Zeiten zu kommen. Allen, die Angst um ihre Gesundheit oder ihren Arbeitsplatz haben, viel Kraft."

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