Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing lädt am Donnerstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr zu einem weiteren Vortrag ein. Dekan i. R. Jürgen Zinck wird dabei über die Geschichte "Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann referieren. Die "Ebstorfer Weltkarte" von etwa 1280 mit Jerusalem als Mittelpunkt veranschaulicht die damalige Weltsicht. Eine Nachzeichnung in Originalgröße beherbergt die Plassenburg im Landschaftsmuseum Obermain. An den Rändern lauern abgrundtiefe Gefahren, grausame Tiere und schreckliche Menschen. Wahres, Legendäres und Komisches hat sich über Jahrhunderte in den Landkarten erhalten: Sagenhafte Inseln, ein Magnetgebirge am Nordpol, Menschen ohne Köpfe.


Reich bebildert

Jürgen Zinck zeichnet in seinem reich bebilderten Vortrag die spannende Geschichte der Kartographie nach. Frühe "Portolan-Karten" kommen zur Sprache und auch die teuerste Landkarte der Welt, die "Waldseemüller-Karte", auf der erstmals der Name "Amerika" erscheint. Jürgen Zinck sagt hierzu: "Im Ruhestand habe ich endlich Zeit für Themen, die mich von Kindheit an interessieren. Mein Lieblingsschulbuch war der braun eingebundene Diercke-Atlas." red