Meschenbach
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Die Wehr sucht Nachwuchs

Eine kleine, aber sehr engagierte Wehr ist die Feuerwehr Meschenbach. Die elf Aktiven wurden im vergangenen Jahr zu acht Einsätzen gerufen. "Wir waren immer...
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Eberhard Matthe (Dritter von links) wurde für 40 Jahre aktiven Dienst und für 25 Jahre Tätigkeit im Vorstand ausgezeichnet. Es gratulierten (von links): Vorsitzender Robert Pustlauk, Zweiter Bürgermeister Frank Weber, Marcel Malicke und Stefan Malicke.  Foto: Michael Stelzner
Eberhard Matthe (Dritter von links) wurde für 40 Jahre aktiven Dienst und für 25 Jahre Tätigkeit im Vorstand ausgezeichnet. Es gratulierten (von links): Vorsitzender Robert Pustlauk, Zweiter Bürgermeister Frank Weber, Marcel Malicke und Stefan Malicke. Foto: Michael Stelzner
Eine kleine, aber sehr engagierte Wehr ist die Feuerwehr Meschenbach. Die elf Aktiven wurden im vergangenen Jahr zu acht Einsätzen gerufen. "Wir waren immer mit einer Mannschaftsstärke in der vom Gesetz vorgegebenen Zeit am Einsatzort", stellte Kommandant Stefan Malicke bei der Hauptversammlung fest. Und das, wo doch fast die Hälfte der Aktiven nicht aus Meschenbach kommt. Darauf ist der Kommandant sehr stolz.
Malicke zeigte sich erfreut, das sich Charlotte Müller der Jugendfeuerwehr angeschlossen hat. Ein aktiver Wehrmann habe sich vom aktiven Dienst abgemeldet, und Eberhard Matthe sei aus Altersgründen ausgeschieden, werde dem Verein aber treu bleiben.
Die Wehr hat große Nachwuchssorgen. Deswegen hofft der Kommandant, dass die beiden Jugendlichen, die in der Jugendfeuerwehr aktiv sind, bald die aktive Wehr verstärken können und so dann der ursprüngliche Personalstand von 13 Aktiven wieder hergestellt ist.
Keinerlei Reaktion habe die Aktion "Feuerwehr - keiner hat Zeit" ausgelöst, sagte der Kommandant. Bei der Aktion am Tag der Bundestagswahl, 24. September 2017, wurde eine Scheune an der Durchgangsstraße in Meschenbach direkt neben dem Wahllokal eingenebelt, als ob es drinnen brennen würde. Davor stand ein Schild mit der Aufschrift: " Feuerwehr - keiner hat Zeit". Erschreckend fand der Kommandant, dass nur wenige den Feuerwehrnotruf 112 gewählt hätten, als das Schild nicht mehr dort stand und trotzdem starker Rauch aus den Ritzen drang. Die Freiwilligkeit in den Feuerwehren sollte man nicht als selbstverständlich ansehen, betonte Stefan Malicke und gab zu bedenken: "Wer soll denn bei einen vollgelaufenen Keller, Brand oder Unfall ausrücken? Die nächste Berufsfeuerwehr ist in Nürnberg." Im vergangenen Jahr wurden in Meschenbach insgesamt 24 Übungen abgehalten. Auf Wunsch der Floriansjünger gibt es jeden Monat eine Zusatzübung, diese wird mit der modularen Truppmannausbildung, der Grundausbildung für die Feuerwehr, verbunden. Weitere Übungen standen bei einem Wochenende in den Pfadfinderhütten in Rothmannstal an. Michael Freitag und Marcel Malicke haben den Lehrgang zum Gruppenführer erfolgreich absolviert.
Nachdem man schon seit mehr als drei Jahren auf das versprochene Eselsbrückenfest wartet, hat es es die Wehr im vergangenen Jahr zum ersten Mal selbst organisiert. Hierzu waren alle Beteiligten, die bei der damaligen Munitionsbergung beteiligt waren, eingeladen. Essen und Getränke wurden zum Selbstkostenpreis verkauft. Das Fest will man in diesem Jahr wiederholen.


Drei neue im Verein

Vorsitzender Robert Pustlauk konnte von 65 Mitgliedern im Feuerwehrverein berichten und freute sich über drei Neuanmeldungen. Er rief die Veranstaltungen des Feuerwehrvereins des vergangenen Jahres in Erinnerung. Viele Stunden hätten die Wehrleute für die Pflege des Feuerwehrhauses sowohl innen als auch außen aufgewendet. Der Stammtisch im Feuerwehrhaus fand im vergangenen Jahr regelmäßig statt und so soll es auch in diesem Jahr sein.
Überlegungen werden angestellt, ob man eine Klimaanlage oder eine Lüftungsanlage im Schulungsraum, der sich unter dem Dach des Feuerwehrhauses befindet, einbaut. Denn im Sommer herrschen dort sehr hohe Temperaturen. Der Einbau würde rund 3000 Euro kosten. Zum Schluss meinte Pustlauk: "Wir haben gute Möglichkeiten, Neubürger mit einzubinden und in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. Denn wir brauchen immer Nachwuchs." Zweiter Bürgermeister Frank Weber stellte in seinem Grußwort ein sehr aktives Vereinsleben in der Wehr fest. Er lobte das Engagement der Wehr bei der Nachwuchssuche und die schnelle Einsatzbereitschaft.
Kommandant Stefan Malicke überreichte an Eberhard "Ebbi" Matthe das staatliche Feuerwehrehrenzeichen in Gold, nebst passender Urkunde für 40 Jahre aktiven Dienst.
Michael Stelzner

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